Heute ist der 19.04.2026. In Charlottenburg-Wilmersdorf hat sich die AG Queerfeminismus als Plattform für alle engagiert, die sich für eine Veränderung in unserer Gesellschaft einsetzen. Diese Gruppe setzt sich vehement für eine Welt ohne patriarchale, rassistische und kapitalistische Unterdrückung ein. Ihr Ziel ist klar: die Entwicklung und Umsetzung konkreter Ideen sowie politischer Maßnahmen für ein solidarisches und emanzipiertes Miteinander.

In Zeiten, in denen queer-feministische Stimmen immer wieder angegriffen werden und rechte sowie autoritäre Kräfte an Einfluss gewinnen, ist es umso wichtiger, dass es Orte der Sichtbarkeit und Repräsentation gibt. Die AG Queerfeminismus versteht sich als ein safer space, in dem marginalisierte Geschlechter und queere Personen eine Anlaufstelle finden können. Sie kämpfen für die Veränderung sozialer und ökonomischer Ursachen von Ungleichheit und setzen sich für Gleichstellung, Selbstbestimmung und Vielfalt ein.

Intersektionalität als Schlüssel

Die AG verfolgt einen intersektionalen Ansatz, der die Überschneidungen verschiedener Diskriminierungsformen wie Sexismus, Rassismus, Klassismus und Ableismus in den Fokus rückt. Diese Perspektive ist nicht neu; bereits ab den 1980er-Jahren kamen in den westdeutschen Frauenbewegungen die unterschiedlichen Diskriminierungserfahrungen von Frauen zur Sprache. Der Queerfeminismus entwickelte sich als eine essenzielle Strömung innerhalb dieser Bewegung und stellte die Frage nach der Sichtbarkeit und Repräsentation von marginalisierten Gruppen.

Kritik an einem Eurozentrismus, der in vielen feministischen Theorien vorherrschte, wurde laut, insbesondere von Migrantinnen und Schwarzen Frauen. Diese Selbstorganisierung war notwendig, um die rassistischen Diskriminierungserfahrungen zu adresseren, die in der weißen deutschen Frauenbewegung oft ignoriert wurden. Audre Lorde, eine bedeutende afroamerikanische Feministin, stellte während ihres Aufenthalts in Deutschland die Frage nach der Sichtbarkeit Schwarzer Menschen in der Frauenbewegung und setzte damit einen wichtigen Impuls für die Entwicklung einer organisierten Schwarzen Frauenbewegung in Deutschland.

Gemeinsam stark für eine gerechtere Zukunft

Die AG Queerfeminismus in Charlottenburg-Wilmersdorf möchte queer-feministische Strukturen im Bezirksverband stärken und ausbauen. Ein zentrales Anliegen ist die nachhaltige Vernetzung mit anderen queerfeministischen Gruppen und Initiativen im Bezirk. Um diese Ziele zu erreichen, werden gemeinsame Veranstaltungen, Aktionen und Angebote organisiert, die queere und feministische Kämpfe sichtbar machen und stärken sollen.

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Jeder, der Interesse hat, ist herzlich eingeladen, an den Treffen teilzunehmen, die jeden 4. Donnerstag im Monat um 18:30 Uhr stattfinden. Interessierte können sich bei den Sprecherinnen Arny, Elena und Christina unter ag-queerfeminismus@dielinke-charlottenburg-wilmersdorf.de melden. Die AG Queerfeminismus lädt alle Genossinnen und Sympathisantinnen ein, unabhängig von Geschlecht, um gemeinsam für Gleichheit und Selbstbestimmung zu kämpfen.