Am 29. September 2025 wurde in Berlin-Charlottenburg der neue Harald-Juhnke-Platz feierlich eröffnet. Die Eröffnung begann bereits um 13 Uhr mit einem Empfang auf dem Roten Teppich, gefolgt von einem 30-minütigen Eröffnungsprogramm, in dem Regierender Bürgermeister Kai Wegner eine Rede hielt. Unterstützt wurde er von der Bezirksverordnetenvorsteherin Judith Stückler und dem Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger, die beide Grußworte sprachen. Das Rahmenprogramm umfasste mehrere künstlerische Beiträge und zog zahlreiche Gäste aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an.
Die Einweihung des Platzes wurde durch Peter Wolf, den langjährigen Manager des Entertainers Harald Juhnke, sowie dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf organisiert. Dieser Platz würdigt das Lebenswerk von Harald Juhnke, der von 1929 bis 2005 lebte und ein bedeutender Entertainer in Berlin war, bekannt geworden als Schauspieler, Sänger und Showmaster.
Ehrung einer Berliner Ikone
Der Harald-Juhnke-Platz befindet sich an der Kreuzung von Kurfürstendamm, Grolmanstraße und Uhlandstraße, direkt neben den Ku’damm-Bühnen. Juhnkes Karriere erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte; er wurde in den 1950er Jahren berühmt und war für seine Auftritte sowohl im Theater als auch im Fernsehen bekannt. Kritiker lobten seine schauspielerische Leistung, insbesondere in der Fernsehverfilmung von Hans Falladas „Trinker“ im Jahr 1995. Seine populären Rollen umfassten unter anderem den Hauptmann von Köpenick sowie den Willie Clark in „Sonny Boys“.
Der Beschluss zur Namensgebung für den Platz wurde bereits am 20. März 2025 von der Bezirksverordnetenversammlung gefasst. Nachdem der Bezirk in einer Befragung andere Berliner Bezirke konsultierte, wurde der Platz am 1. September offiziell umbenannt, nachdem auch die Widerspruchsfrist abgelaufen war.
Kulturelle Bedeutung Berlins
Berlin selbst hat eine reiche Geschichte und gilt als eine der bedeutendsten Kulturmetropolen weltweit. Über die Jahrhunderte hat sich Berlin als Zentrum der deutschsprachigen Kultur und Wissenschaft etabliert. Die Stadt zieht weiterhin Kreative und Gründer aus aller Welt an. Die Kreativindustrie ist mit 160.000 Beschäftigten und einem Umsatz von 12,8 Milliarden Euro im Jahr 2009 ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, der 16 % zum Berliner BIP beiträgt.
Das kulturelle Leben in Berlin zeigt sich nicht nur in der Vielfalt der Veranstaltungen wie der Berlinale, dem Festival of Lights und dem Berliner Theatertreffen, sondern auch in einem außergewöhnlichen Angebot an Theatern, Museen und Musik. Die Stadt hat über 40 Universitäten und Hochschulen, darunter namhafte Institutionen wie die Humboldt-Universität, die Freie Universität und die Technische Universität Berlin.
Mit der Eröffnung des Harald-Juhnke-Platzes wird nicht nur an einen großen Entertainer erinnert, sondern auch an die kulturelle Lebendigkeit der Stadt, die ständig in Bewegung ist und neue Höhen erreicht.