Ein schockierender Vorfall erschütterte den Berliner Bezirk Treptow-Köpenick, als ein 26-jähriger Mann, der eine syrische Flagge trug, brutal von fünf Personen angegriffen wurde. Laut rbb24 verließ der Mann am frühen Montagmorgen einen Bus und wurde wenig später von einem Fahrzeug mit mehreren Angreifern aufgehalten. Diese schlugen und traten auf ihn ein, bis er das Bewusstsein verlor. Ein Passant bemerkte den verletzten Mann und rief die Rettungsdienste. Der 26-Jährige erlitten Platzwunden im Gesicht und ein Hämatom an der Hüfte und wurde zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Der Staatsschutz ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung, die möglicherweise einen politischen Hintergrund hat.
In einem weiteren Vorfall in Frankfurt kam es während einer Protestaktion gegen Gewalt in Pakistan zu einem dreisten Diebstahl. Rund 400 Demonstranten versammelten sich vor dem Generalkonsulat Pakistans, als einige Unbekannte über den Zaun kletterten und eine Pakistan-Flagge stahlen. Die Polizei berichtete, dass die Diebe sich von der Versammlung abkoppelten und mit der gestohlenen Flagge in der Menge untertauchten, wie fr.de meldete. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen und steht in Kontakt mit der diplomatischen Vertretung. Trotz intensiver Suche blieb die gestohlene Flagge bislang unauffindbar, während die Polizei mehrere Personen vom Konsulat entfernte und die Demonstration schließlich auflöste.
Diese zwei Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die aktuelle Lage hinsichtlich politisch motivierter Gewalt und Protestkultur in Deutschland, wobei sowohl der Angriff in Berlin als auch der Vorfall in Frankfurt auf ein angespanntes Klima hinweisen, das offenbar durch politische Spannungen beeinflusst wird.