Am 2. Oktober 2025 diskutiert die Polizei in Brandenburg den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zur Unterstützung ihrer Arbeit. Laut rbb24 wird KI bereits in der Datenanalyse und der Digitalisierung von Gesprächen eingesetzt. Auf einer kürzlich in Potsdam veranstalteten Präsentation stellten verschiedene KI-Anbieter innovative Lösungen vor, die die Polizeiarbeit revolutionieren könnten.
Eines der herausragenden Geräte, das von TactiScan vorgestellt wurde, ist in der Lage, Substanzen in Plastikbeuteln mit 100%iger Genauigkeit zu identifizieren. Dies würde die Notwendigkeit von aufwändigen nass-chemischen Tests erheblich reduzieren. Das Gerät kostet etwa 5.000 Euro, und Polizeibeamte äußerten Interesse an weiteren Funktionen, wie einer integrierten Waage. Ein weiterer wichtiger Aspekt dieser Diskussion ist der Datenschutz. Dagmar Hartge, die Datenschutzbeauftragte Brandenburgs, fordert klare gesetzliche Regelungen für die Anwendung von KI in der Polizeiarbeit.
Technologische Fortschritte und Herausforderungen
Der Einsatz von KI eröffnet der Polizei neue Möglichkeiten, besonders im Bereich der Datenanalyse. Laut Kai Küllmer, leitender Kriminaldirektor beim Bundeskriminalamt (BKA), wird KI bald bei allen Polizeiarbeiten zum Einsatz kommen. Er sieht gute Chancen für die Effizienzsteigerung, warnt jedoch auch vor den damit verbundenen Risiken. Joana Hahn, eine Dozentin für Strafrecht, betont die Notwendigkeit, die konkreten Anwendungen von KI genau zu definieren, bevor man die potenziellen Risiken bewertet.
Zu den technologischen Neuerungen gehört auch eine von Florian Domin von Secunet Security Networks AG präsentierte Technologie, die es ermöglicht, virtuelle Nachbildungen für Zeugenaussagen zu erstellen. Diese Methode soll datenschutzgerecht sein und verhindern, dass unbeteiligte Personen in Vergleiche einbezogen werden, was die Glaubwürdigkeit von Aussagen erhöhen könnte.
Bedarf an klaren Regeln und Transparenz
Die Integration von KI in die Polizeiarbeit wird von verschiedenen Seiten gefordert, und der Bedarf an KI-gestützten Tools ist hoch. Dirk Peglow, der Bundesvorsitzende des BDK, hebt hervor, dass KI-Technologien Ermittlern helfen könnten, große Datenmengen besser zu bewältigen. Jedoch ist auch eine Kommunikation mit der Gesellschaft und der Politik nötig, um Skepsis abzubauen und das Vertrauen in diese Technologien zu stärken.
Laut Behoerden Spiegel sollte die Polizei die Öffentlichkeit gezielt über den Einsatz und die Funktionsweise von KI informieren. Dies könnte dazu beitragen, das Vertrauen in die neuen Systeme zu erhöhen. Das Brandenburger Innenministerium plant bereits, rechtliche Rahmenbedingungen für den KI-Einsatz in der Polizei zu entwickeln. Staatssekretär Frank Stolper betont die Notwendigkeit eines einheitlichen Systems für alle Bundesländer.
Die Technologien, die unter dem Begriff KI zusammengefasst werden, wie maschinelles Lernen und Robotik, können die Polizeiarbeit in Zukunft entscheidend beeinflussen. Laut Polizei Beratung können KI-Systeme autonom agieren und dabei große Datenmengen analysieren, um Ziele zu erreichen. Dennoch müssen möglicherweise auch Herausforderungen wie die missbräuchliche Nutzung von KI in Form von Deepfakes oder Betrugsmaschen beachtet werden.
Bei all den Möglichkeiten bleibt jedoch die Forderung nach klaren gesetzlichen Regelungen im Vordergrund, um eine verantwortungsvolle und effektive Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der Polizeiarbeit zu gewährleisten.