Berlin

Berliner Wälder in Gefahr: Nur jeder vierte Baum ist gesund!

In Berlin zeigt sich ein alarmierendes Bild der Wälder: Nur noch 4 von 100 Bäumen sind gesund, wie die Berichte von bz-berlin.de und deutschlandfunkkultur.de bestätigen. Besonders besorgniserregend ist der Zustand der Eichen, von denen 87 Prozent deutlich geschädigt sind. Die Überprüfung in den Wäldern zieht eine klare Bilanz: Es handelt sich um ein alarmierendes Zeichen, dass Maßnahmen dringend erforderlich sind. Umweltsenatorin Ute Bonde betont, dass intakte Wälder unerlässlich für den Klimaschutz und die Luftqualität sind.

Die zögerliche Wiederaufforstung und der Umgang mit hohen Wildbeständen verschärfen die Situation. Förster berichten, dass hohe Wildbestände junge Baumtriebe dezimieren, wodurch invasive Arten an Boden gewinnen. Zudem wird auf die Bedeutung von Humus und dessen Nährstoffspeicherung hingewiesen. Der Schutz von Mooren und die nachhaltige Bewirtschaftung der Flächen sind essentielle Schritte in der aktuellen Bewältigungsstrategie. Dies ist nicht nur lokal, sondern auch für die städtische Atemluft von entscheidender Bedeutung.

Geschichte und Zukunft der Berliner Wälder

Die Wälder Berlins sind mehr als nur ein Erholungsraum; sie sind auch das Ergebnis jahrzehntelanger Schutzbemühungen wie des Dauerwaldvertrags von 1915. Angela von Lührte, eine Expertin für die Geschichte des Berliner Waldes, hebt hervor, dass ohne diesen Vertrag heute große Teile des Waldes möglicherweise bebaut wären. Die Bedeutung des Waldes als grüne Lunge der Stadt wird somit deutlich, denn Berlin kann auf eine Waldfläche von etwa 29.000 Hektar blicken – eine Fläche größer als Dortmund.

Die Herausforderungen, die die Forstwirtschaft heute umtreiben, sind ähnlich wie in der Vergangenheit. Elmar Lakenberg, der Leiter des Landesforstamtes, führt an, dass der Klimawandel zu intensiveren Maßnahmen zwingt. Die Umwandlung von einseitig bewaldeten hin zu klimafreundlicheren Mischwäldern wird als notwendig erachtet. Zudem sind die Berliner Wälder mittlerweile durch zwei Umweltsiegel zertifiziert, die eine nachhaltige Bewirtschaftung und Förderung der natürlichen Entwicklung unterstützen. Angesichts der Bedrohungen durch Trockenheit und Stürme bleibt der Druck hoch, die Widerstandsfähigkeit dieser wertvollen Naturstätten zu stärken. Dabei sind sich alle Beteiligten einig: Der Wald ist und bleibt ein unverzichtbares Erbe für zukünftige Generationen.

NAG Redaktion

Versierte Journalisten mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Arbeiteten seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Haben für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und sind bekannt für tiefgründige Analysen und klare Darstellungen komplexer Sachverhalte.

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