Berlin feiert in diesem Jahr erstmalig die „Freedom Week“ anlässlich des 36. Jahrestags des Mauerfalls. Vom 9. bis 15. November finden rund 130 Veranstaltungen an etwa 80 Orten statt, die ein breites Spektrum an Aktivitäten umfassen, darunter Konferenzen, Workshops, Konzerte und Filmvorführungen. Die Eröffnung wird durch den World Liberty Congress im Berliner Abgeordnetenhaus eingeleitet, an dem 200 Dissidenten aus rund 60 autokratisch geführten Staaten teilnehmen werden.
Die prominentesten Redner, darunter Masih Alinejad, Präsidentin des World Liberty Congress, und Leopoldo López, Generalsekretär des Kongresses, nutzen diese Plattform, um die Bedeutung der Freiheit und den Kampf gegen autoritäre Strukturen zu betonen. Alinejad erinnert daran, dass der Fall der Berliner Mauer auch den Glauben der Menschen widerspiegelt, dass Freiheit nicht für immer verloren ist.
Kampf für Demokratie und Menschenrechte
Die „Freedom Week“ wird von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner unterstützt und ist eine Schnittstelle zwischen den Kämpfen in der DDR und den heutigen Herausforderungen, denen sich Dissidenten gegenübersehen. Rebecca Hernandez Garcia von der Robert-Havemann-Gesellschaft hebt hervor, dass Freiheit, Demokratie und Menschenrechte universelle Werte sind.
Parallel zu den Veranstaltungen beleuchtet die Berlin Freedom Week auch die transformative Kraft des Films, wie Lillemor Mallau von der Initiative „Meine Schönhauser Allee“ feststellt. Der Film wird als wichtiger Verbündeter im Kampf um Demokratie angesehen, da er das Denken der Menschen beeinflussen kann.
Vielfalt der Veranstaltungen
Das Programm ist vielfältig gestaltet und umfasst unter anderem:
- Konferenzen und Workshops zur Diskussion aktueller Herausforderungen für Freiheit und Demokratie, einschließlich des „World Liberty Congress“ am Samstag.
- Eine Veranstaltung an der Gedenkstätte Berliner Mauer, bei der Zeitzeugen vom Mauerfall berichten.
- Den Aktionstag „Freiheit. Sicherheit. Dialog“ des Bundesnachrichtendienstes mit Gesprächsrunden und Führungen.
- Eine Fotoausstellung über den DDR-Alltag im Wellenwerk Berlin.
Am 12. November wird über Überwachungs- und Spionagemethoden im Haus 22 der ehemaligen Stasi-Zentrale diskutiert. Diese thematischen Diskurse thematisieren die transnationale Dimension der Repression, die nicht nur in früheren Diktaturen, sondern auch gegen gegenwärtige Dissidenten weltweit zu beobachten ist, wie die Erfahrungen der Teilnehmer der Pro-Demokratie-Aktivisten-Konferenz ausveranschaulichen, die im letzten Jahr stattfand.
Die „Freedom Week“ wird ein starkes Zeichen für Freiheit, Frieden und Demokratie setzen und soll in den kommenden Jahren zu einer festen Institution im Berliner Veranstaltungskalender werden. Die vollständigen Programme sind auf den Webseiten der Veranstaltungen und auf den Instagram-Kanälen @berlinfreedomweek und @berlinfreedomconference verfügbar.