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Die Stadt Berlin hat eine neue literarische Stimme: Ayşe Kara, Studentin der Philosophie und Deutschen Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin, wurde Ende Januar 2026 zur neuen Stadtschreiberin des Studierendenwerks Berlin ernannt. In ihrem Amt wird sie von Februar bis Mai 2026 Gedichte und Zeichnungen veröffentlichen, die auf dem Blog Berlin Stories zu finden sind. Ihre ersten drei Gedichte sind bereits online und laden die Leserinnen ein, ihre ganz persönlichen Erlebnisse und die Geschichte Berlins nachzuvollziehen.

Ayşe Kara ist in Kreuzberg aufgewachsen und stammt aus einer türkischstämmigen Familie. In ihren Gedichten thematisiert sie ihr Leben in Berlin sowie ihre Familiengeschichte, wobei sie auch die Geschichte des Stadtteils einfängt. Besonders bemerkenswert sind zwei ihrer Gedichte, die sich mit der Stadtteilbibliothek und der Ecke Engelbecken/Leuschnerdamm in Kreuzberg beschäftigen. Die Jury lobte ihre kunstvoll verzahnten Sätze, die die Leserinnen an verschiedene Orte in Berlin mitnehmen.

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Kreative Rekonstruktion und Stadtgefühle

Für Kara bedeutet Stadtschreiben vor allem Rekonstruktionsarbeit. Sie betrachtet ihre Gedichte als Stadtgedichte, die aus Stadtgeschichten geboren werden. Ihre Texte thematisieren nicht nur ihre eigenen Erfahrungen, sondern auch Stadtgefühle, Diaspora, Kiez, Wut und Dankbarkeit. Ihre Gedichte sind dabei besonders zugänglich, was sie an die Stadtbibliothek am Kotti erinnert, wo sie als Kind Bücher entlieh. Die Verbindung zwischen ihrer persönlichen Geschichte und der Stadtgeschichte ist ein zentraler Aspekt ihrer Arbeit.

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Zusätzlich zu ihren Gedichten wird sie im Rahmen des Stadtschreiberinnen-Programms jeden Monat neue Texte veröffentlichen, die in ihrer künstlerischen Schaffensphase entstehen. Die Inspiration für das Stadtschreiberinnen-Programm kam übrigens aus einer Vorlesung über die Weimarer Klassik, und seit 2018 gibt es dieses Programm für literarisch ambitionierte Studierende. Zukünftige Gedichte von Kara könnten etwa das Grimm-Zentrum der HU thematisieren.

Veranstaltungen und Unterstützung für junge Autorinnen

Ein wichtiger Bestandteil des Stadtschreiberinnen-Programms sind die monatlichen Lesungen bei der Veranstaltungsreihe „Lies los!“, die in der Kaffeebar c.t. stattfindet. Hier haben studentische Autorinnen die Möglichkeit, ihre Texte in einem „safe space“ vorzutragen. Das Programm fördert nicht nur individuelle Talente, sondern bietet auch einen Raum für Austausch und Vernetzung unter jungen Schriftstellerinnen.

Die Vergabe des Stadtschreiber*innen-Programms erfolgt als Arbeitsstipendium, wobei die Geförderten monatlich 420 Euro erhalten. Interessierte Studierende können sich bis zum 10. Dezember 2025 bewerben. Dabei sind eine aktuelle Immatrikulationsbescheinigung sowie eine Textprobe und ein Motivationsschreiben erforderlich. Die Auswahl erfolgt auf Basis der eingereichten Arbeiten, die sich thematisch auf Berlin beziehen müssen. Für weitere Informationen über die Bewerbung und das Programm, besuchen Sie bitte die Seite literaturport.de.

Mit ihrer frischen Perspektive und ihrem Engagement für die literarische Szene in Berlin wird Ayşe Kara sicherlich einen bedeutenden Beitrag zur kulturellen Landschaft der Stadt leisten. Ihre Gedichte und Geschichten sind nicht nur eine Hommage an Berlin, sondern auch ein Spiegel ihrer eigenen Identität und Erfahrungen.