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In Berlin, der pulsierenden Hauptstadt Deutschlands, beginnt bald wieder die Zeit der Amphibienwanderung. Jedes Jahr machen sich Kröten, Frösche und Molche auf den Weg zu ihren Laichgewässern, um ihre Nachkommen zur Welt zu bringen. Besonders in den Randgebieten der Stadt finden sich zahlreiche Kleingewässer, die als Brutstätten dienen. Doch der Weg dorthin ist für diese Tiere gefährlich, denn viele von ihnen müssen Straßen überqueren, was oft tödliche Folgen hat. Der NABU (Naturschutzbund Deutschland) ruft Autofahrer dazu auf, aufmerksam zu sein und besonders vorsichtig zu fahren, da jährlich Tausende Amphibien durch Verkehrsunfälle ums Leben kommen. In den kommenden Wochen werden in Berlin an mehreren Stellen Fangzäune aufgestellt, um die Tiere zu schützen. Ein Beispiel ist der Bereich in der Nähe des Mahlsdorfer Körnerteichs, wo die ersten Zäune installiert werden sollen (Quelle).

Die Wanderung der Amphibien wird durch milde Temperaturen und feuchte Nächte begünstigt. Der NABU berichtet, dass aktuell ein milder Luftstrom und Regen die ersten Amphibien hervorlocken, wie die ersten Sichtungen von Spring- und Grasfröschen sowie Bergmolchen am Oberrhein zeigen. Allerdings ist die Situation in den nördlichen und östlichen Teilen Deutschlands aufgrund von Schnee und Frost verzögert. Die Laichwanderung wird dort erst später beginnen. Laut dem Deutschen Wetterdienst wird die milde Phase bis zum 26. Februar andauern, jedoch ist nicht vor Mitte März mit dem Höhepunkt der Wanderungen zu rechnen (Quelle).

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Schutzmaßnahmen für Amphibien

Um die Überlebenschancen der Amphibien zu erhöhen, setzen sich Naturschutzgruppen aktiv für ihren Schutz ein. Sie installieren Krötenschutzzäune und transportieren die Tiere über gefährliche Straßen. Dabei werden auch freiwillige Helfer gesucht, die mit anpacken möchten. Vorkenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich, und die Saison dauert in der Regel zwei bis drei Monate. Der NABU bietet zudem einen Wissenskurs „Krötenzaun & Co. – Schutzeinrichtungen für Amphibien“ an, um Interessierten das nötige Know-how zu vermitteln. Eine interaktive Schutzzaun-Datenbank ermöglicht es, Zaunstandorte und Betreuerlisten einzugeben und zu aktualisieren (Quelle).

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Das Verkehrsministerium appelliert ebenfalls an die Verkehrsteilnehmer, beim Fahren an Amphibienwanderstrecken besonders rücksichtsvoll zu sein. Die Wanderung der Tiere beginnt meist bei Temperaturen über 5 Grad Celsius, oft nachts, wenn die Gefahr, überfahren zu werden, am höchsten ist. Straßenüberquerungen können erhebliche Verluste in den Amphibienpopulationen zur Folge haben. Um diesen Gefahren entgegenzuwirken, werden Amphibienschutzanlagen wie Tunnel und Leitelemente zur sicheren Querung an kritischen Stellen gebaut. Ehrenamtliche Helfer unterstützen diese Maßnahmen, indem sie mobile Zäune aufstellen und Tiere sicher transportieren (Quelle).

Der Einfluss des Klimawandels

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den es zu berücksichtigen gilt, ist der Einfluss des Klimawandels auf das Wanderverhalten und die Fortpflanzung der Amphibien. Wärmeperioden und Veränderungen in den Niederschlagsmustern können die Lebenszyklen dieser Tiere beeinflussen. Daher ist es entscheidend, dass nicht nur kurzfristige Schutzmaßnahmen ergriffen werden, sondern auch langfristige Konzepte zur Wiedervernetzung von Lebensräumen entwickelt werden. In Zusammenarbeit mit dem NABU und verschiedenen Ministerien wurde ein „Landeskonzept Wiedervernetzung an Straßen“ erarbeitet, um die Lebensräume der Amphibien zu vernetzen und sicherzustellen, dass sie Zugang zu ihren Laichgewässern haben (Quelle).

Die kommende Amphibienwanderung in Berlin und darüber hinaus ist nicht nur ein faszinierendes Naturschauspiel, sondern auch eine dringende Erinnerung daran, wie wichtig der Schutz dieser Tiere ist. Jeder Autofahrer kann dazu beitragen, indem er achtsam unterwegs ist und die Arbeit der Helfer unterstützt. Denn die Zukunft der Amphibien liegt in unseren Händen.