Die Berliner Forsten warnen eindringlich vor dem Pilzesammeln im Tegeler Forst und Spandauer Forst. Aufgrund massiver Sturmschäden und der Gefahr von umfallenden Bäumen abseits der Wege wird davon abgeraten. Diese Gefährdung ist die Folge des Sturmtiefs „Ziros“, das Ende Juni erhebliche Schäden in den Wäldern verursacht hat. Auch die darauf folgenden Stürme und starken Regenfälle im Juli führten zu zusätzlichen Beeinträchtigungen der Waldflächen. Tausende von Bäumen wurden entwurzelt oder umgestürzt, was die Situation dramatisch verschärfte. Bis Mitte August blieben die Wälder gesperrt, während Sicherungsarbeiten an den Wegen durchgeführt wurden, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. Laut rbb24 hatten die Forstbehörden einen Überblick über die Schadenssituation im Tegeler Forst verschafft.
Aktuell sind der Tegeler und der Spandauer Forst weiterhin gesperrt. Grund hierfür sind die massiven Schäden, die durch das Sturmtief „Ziros“ verursacht wurden. Aufgrund der Gefahr von umgestürzten Bäumen und herabfallenden Ästen besteht Lebensgefahr in den gesperrten Bereichen. Beschäftigte der Berliner Forsten sind momentan mit der Räumung der Waldwege in den Revieren Tegelsee, Spandau und Hermsdorf beschäftigt. Diese Räumung hat hohe Priorität, insbesondere für die Waldbrandprävention und die Zugänglichkeit für Rettungskräfte, wie die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz erklärt.
Sichere Bereiche und weitere Maßnahmen
Während die Wälder weiterhin gesperrt bleiben, gibt es bereits positive Entwicklungen in anderen Bereichen. Badestellen am Tegeler See und Hundeauslaufgebiete in Frohnau sowie Hakenfelde sind wieder freigegeben. Auch die Waldspielplätze Rallenweg und Goldfischteich können wieder besucht werden und das Wildtierschaugehege am Schwarzen Weg ist ebenfalls zugänglich. Im Gegensatz dazu bleiben bestimmte Bereiche wie der Waldspielplatz Schulzendorfer Straße und das Wildtierschaugehege Ehrenpfortensteig im Spandauer Forst gesperrt. Die Räumungsarbeiten verlaufen jedoch langsam, da die Sicherheit der Beschäftigten höchste Priorität hat.
Zusätzlich zur Gefahr durch umgestürzte Bäume ist es wichtig zu beachten, dass ältere Baumbestände generell anfälliger für Sturmschäden sind. Ein höherer Fichtenanteil in den Wäldern erhöht zusätzlich das Sturmrisiko. Die Waldwissen.net bietet eine Checkliste zur Sturmgefährdung, die darauf hinweist, dass geschlossene Bestände eine höhere gemeinsame Widerstandsfähigkeit aufweisen, während durchforstete Bestände anfälliger für Stürme sind. Eine strategische Waldpflege, die auf eine stufige Erziehung der Bäume abzielt, kann die Widerstandskraft gegen Sturmschäden verbessern.


