Im kommenden Januar 2026 wird die Anna-Seghers-Bibliothek in Neu-Hohenschönhausen ihr 40-jähriges Bestehen feiern. Die besondere Jubiläumsfeier ist eine Hommage an die Namensgeberin, die für ihre bedeutenden Beiträge zur deutschen Literatur bekannt ist.
Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU) hebt in diesem Zusammenhang die Rolle der Bibliothek als zentralen Treffpunkt für alle Altersgruppen hervor. Die Bibliothek wurde 1986 im Neubaugebiet Hohenschönhausen eröffnet und zog 1995 ins Linden-Center am Prerower Platz um. Bereits heute ist sie für ihren vielfältigen Medienbestand, ihren Makerspace und zahlreiche kulturelle Angebote bekannt.
Das Jubiläumsprogramm
Die Jubiläumsfeierlichkeiten beginnen am 15. Januar 2026 um 18.30 Uhr mit einem Abend unter dem Titel „Anna Seghers im mexikanischen Exil“. Dr. Monika Melchert von der Anna-Seghers-Gesellschaft wird über die Flucht der Schriftstellerin sowie deren Werke referieren. Der Abend startet mit einem Empfang und Grußworten des Bezirksbürgermeisters sowie der Leiterin des Amtes für Weiterbildung und Kultur.
Am 17. Januar 2026 wird ein großes Fest für alle Altersgruppen stattfinden, das von 11.00 bis 15.00 Uhr gefeiert wird. Es sind zahlreiche Aktivitäten geplant, darunter Musikbeiträge von Holger Saarmann und Martin Talir, Breakdance mit den Street-Beatz sowie kreative Workshops zum Upcycling und Bedrucken von Taschen und Tassen. Für die Jugend wird Kinderschminken und das Angebot von Glitzer-Tattoos bereitgestellt. Eine Anmeldung für das Fest ist nicht erforderlich, was den Zugang für alle Interessierten erleichtert.
Anna Seghers‘ Leben und Vermächtnis
2025 wird zudem der 125. Geburtstag von Anna Seghers gefeiert, was Anlass für eine Reihe über ihr Leben und Werk gibt. Diese Initiative hinterfragt die heutige Bedeutung ihrer Schriften und wird Beiträge von Mitgliedern der Anna-Seghers-Gesellschaft, Wissenschaftler:innen und Schauspieler:innen beinhalten. Diese Ergebnisse werden sowohl in sozialen Medien als auch in der Serie präsentiert, um ein breites Publikum zu erreichen.Anna Seghers wurde am 19. November 1900 in Mainz geboren und starb am 1. Juni 1983 in Ost-Berlin. In ihrer Karriere war sie von 1952 bis 1978 Präsidentin des Schriftstellerverbands der DDR. Ihre ersten Werke sind der Neuen Sachlichkeit zuzuordnen, während ihre späteren Texte dem Sozialistischen Realismus verpflichtet sind.
Sie wurde in eine jüdische Familie geboren und zeigte früh Interesse an Literatur und Geschichte. Ihre Flucht während der NS-Diktatur und ihre Erfahrungen im Exil prägten ihr Schreiben und politischen Engagement. Anna Seghers kehrte 1947 nach Berlin zurück und wurde eine prominente Stimme in der DDR-Literatur. Ihre tiefgründigen Werke und ihr humanistisches Wirken haben sie zu einer wichtigen Figur der deutschen Literaturgeschichte gemacht.
Die Jubiläumsfeier der Anna-Seghers-Bibliothek und die Feierlichkeiten zu ihrem 125. Geburtstag sind also nicht nur ein Rückblick auf ihr Lebenswerk, sondern auch eine Aufforderung, ihre Botschaften von Frieden und Humanität weiterhin zu reflektieren und zu verbreiten. Weitere Informationen sind auch auf der Seite von Wikipedia zu finden, wo ihre Biografie und ihr literarisches Erbe umfassend dokumentiert sind.