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Am 18. November 2025 wird Berlin zum Schauplatz einer Großdemonstration unter dem Titel „Stoppt den Völkermord in Gaza“. Rund 15.000 Menschen haben sich angekündigt, um gegen die israelischen Militärmaßnahmen im Gazastreifen zu protestieren. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr am Platz des 18. März und soll bis etwa 18 Uhr dauern. Zu den prominenten Unterstützern zählen die mitorganisierende Politikerin Sahra Wagenknecht sowie der Rapper Massiv und der Schauspieler Dieter Hallervorden, die alle offen Stellung gegen die Waffenlieferungen in Konfliktgebiete beziehen.

Die Demonstration wird von etwa 1.000 Polizeikräften begleitet, die zur Sicherstellung der öffentlichen Ordnung im Einsatz sind. Bereits zu Beginn der Veranstaltung waren laut Polizei rund 2.000 Teilnehmer vor Ort. Die Straße des 17. Juni ist bis zum Abend für den Autoverkehr gesperrt. Zu den angekündigten Rednern gehören neben Wagenknecht auch der Musiker Bausa sowie der Moderator Daniel Aminati. Roger Waters wird die Teilnehmer per Videobotschaft ansprechen.

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Forderungen und Kontext

Die Demonstrierenden richten ihren Protest insbesondere gegen das israelische Vorgehen im Gazastreifen, das von vielen als Völkermord bezeichnet wird. Diese Kritik wird zunehmend international laut, insbesondere durch die Einstufung des Vorgehens Israels als Völkermord durch die „International Association of Genocide Scholars“. Die israelische Regierung weist diese Vorwürfe jedoch vehement zurück und betont, es handele sich um einen notwendigen Kampf gegen die Hamas.

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Die Organisatoren fordern zudem die Bundesregierung auf, sich für Friedensverhandlungen und eine Zwei-Staaten-Lösung im Nahen Osten stark zu machen. In Anbetracht des anhaltenden Krieges in der Ukraine und der damit verbundenen Rüstungsdebatten ist der Aufruf zur Demonstration auch ein Zeichen gegen die militärischen Aktivitäten Deutschlands und die Unterstützung von Kriegsgebieten. Darüber hinaus kritisieren einige Teilnehmer die Haltung der Bundesregierung bezüglich der aktuellen geopolitischen Spannungen.

Parallelveranstaltungen und die Friedensbewegung

In der gleichen Zeit findet im Prenzlauer Berg eine weitere Demonstration mit dem Titel „Wem gehört die Stadt“ statt, bei der 10.000 Teilnehmer erwartet werden. Neben diesen Großveranstaltungen gibt es eine Gegendemo mit etwa 100 Menschen auf dem Pariser Platz, die ebenfalls in der Nähe des Brandenburger Tors stattfinden wird.

Zusätzlich zu diesen Ereignissen sind in den kommenden Tagen in über 100 Städten in Deutschland Ostermärsche für den Frieden geplant, die unter anderen Umständen stattfinden. Diese Märsche sind in den letzten Jahren weniger besucht, doch der Bedarf an friedlichen Protesten ist aufgrund der angespannten weltpolitischen Situation stark gestiegen. Die Friedensbewegung fordert, dass die Bundesregierung aktiv auf Diplomatie und Verhandlungen setzt, um die Krisen zu bewältigen.

Die aktuellen Themen der Ostermärsche sind vielfältig und reichen von der Kritik an der israelischen Regierung bis hin zu Forderungen nach einem Ende von Sanktionsmaßnahmen gegen Russland. Im Gegensatz zu den klaren Forderungen vergangener Jahrzehnte wird die Friedensbewegung gegenwärtig als weniger einheitlich wahrgenommen, was zu Schwierigkeiten bei der Abgrenzung von bestimmten politischen Strömungen führt und die Bewegung intern wie extern herausfordert.