Ein Sturm der Entrüstung zieht über die Nordsee: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat heute eine Klage eingereicht, die die Genehmigung für Gasbohrungen vor der Küste Borkums ins Visier nimmt. Diese mutige Aktion ist die Antwort auf die umstrittene Entscheidung des niedersächsischen Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), die niederländischen Öl- und Gaskonzern One-Dyas grünes Licht für die umstrittenen Richtbohrungen zu geben. Mittendrin in diesem Szene-Drama sind besorgte Bürger, Umweltgruppen und eine prall gefüllte Klage, die alle gegen die vermeintliche Gier der Industrie kämpfen.
Sascha Müller-Kraenner, der Bundesgeschäftsführer der DUH, lässt keinen Zweifel daran, dass die Entscheidung des LBEG nicht nur unverständlich, sondern geradezu skandalös ist: „Deutschland braucht dieses Gas weder für die Versorgungssicherheit noch für stabile Gaspreise. Gleichzeitig birgt die Förderung große Risiken für unsere Umwelt und setzt Deutschlands internationale Glaubwürdigkeit in Sachen Klimaschutz aufs Spiel.“ Ein aufrüttelnder Appell, der in den Hallen der Macht gefühlt werden sollte!
Umwelt unter Beschuss!
Die Klage wird tatkräftig unterstützt von der Bürgerinitiative Saubere Luft Ostfriesland und dem BUND Niedersachsen. Diese starke Allianz ist fest entschlossen, gegen die Entscheidung des LBEG vorzugehen, die aus Sicht der Umweltschützer eindeutig gegen bestehende Naturschutz- und Klimagesetze verstößt. „Für die Umweltverträglichkeitsprüfung wurden von den deutschen Behörden keine eigenen Untersuchungen durchgeführt“, beklagt Sandra Koch von der Bürgerinitiative. Stattdessen haben sich die Behörden auf die Daten aus den Niederlanden verlassen, was die Umweltschützer als wahre Farce empfinden.
Die marode Umweltverträglichkeit ist nicht das einzige Sorgenkind. Susanne Gerstner, Landesvorsitzende des BUND Niedersachsen, spricht Klartext: „Die Entscheidung des LBEG ist völlig inakzeptabel. Die wirtschaftlichen Interessen des Gaskonzerns One-Dyas werden über den Schutz des Nationalparks und des Welterbes Wattenmeer gestellt.“ Und während die Weltöffentlichkeit Wellen schlägt, ist die Bohrplattform bereits in Stellung gebracht worden, was die Befürchtungen über umweltschädigende Vorbohrungen nur noch verstärkt.
Ein Fatales Spiel mit Chemie!
Die Pläne von One-Dyas, ein Gaskelfeld zu erschließen, rufen die Gefahr ins Gedächtnis, dass diese Förderungen nicht nur das Wattenmeer, ein UNESCO-Welterbe, aufs Spiel setzen, sondern auch die Lebensqualität der Anwohner von Borkum gefährden. „Die Bohrinsel hat bereits konkrete negative Folgen wie Luftverschmutzung durch Stickstoffemissionen, ein steigendes Risiko für Erdbeben und gefährdete Tierarten,“ warnt Müller-Kraenner eindringlich. Hier wird unverblümt deutlich: Das klimaschädliche Fossilgasprojekt könnte der größte Flop der Bundesregierung in Sachen Klimaschutz werden!
Was kommt hier als Nächstes? Das LBEG hätte ein Zeichen für den Klimaschutz setzen können, stattdessen setzt es auf Profit. Die drohenden Folgen sind gewaltig und finden Gehör, nicht nur in den Hallen von Lüneburg, sondern auch international.
In der Hoffnung, das sinkende Schiff noch zu retten, appelliert Müller-Kraenner an die Bundes- und Landesregierung: „Wir fordern, dieses unnötige und klimapolitisch schädliche Vorhaben auf politischem Wege umgehend zu stoppen.“ Wird dieser Aufruf Gehör finden? Die Zeit tickt, und der Druck steigt!
An die Front des Widerstands gegen die Gier der Gaskonzerne! Die Klage ist erst der Anfang einer unbarmherzigen Auseinandersetzung um die Zukunft des Wattenmeeres und der gesamten Region. Setzen wir alles daran, diesen Kampf für unsere Umwelt zu gewinnen!