In Deutschland brodelt es! Die Debatte um den Tierschutz heizt sich auf, denn der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) drängt auf eine umfassende Novelle des Tierschutzgesetzes. Ein heißes Eisen, das jetzt im Bundestag zur Entscheidung ansteht!
Die Ampel-Koalition stellt sich hinter die Forderungen: Eine Novellierung des Tierschutzgesetzes wurde im Koalitionsvertrag festgeschrieben, doch die Zeit drängt! Die Regierungsbeamten haben bereits im Mai einen Gesetzentwurf vorgelegt, der jetzt in die entscheidende Phase der Gesetzgebung eintritt. Der BUND hat ein Forderungspapier an Anke Hennig (SPD) und Dr. Zoe Mayer (Grüne) übergeben – ein mutiger Schritt, um die Rechte unserer Tiere zu verteidigen!
Worum geht es genau?
Der BUND fordert ein grundsätzliches Verbot der Anbindehaltung! Ja, Sie haben richtig gehört! Es müssen drastische Maßnahmen gegen die barbarischen Bedingungen in den Ställen ergriffen werden. Der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt sagt es klar: „Die Menschen wollen kein Fleisch mit Tierqualen!“
Ein zentraler Punkt des Gesetzentwurfs sind die strengen Einschränkungen beim Abschneiden von Körperteilen bei Tieren, etwa das Abtrennen von Hörnern bei Kühen und das Kupieren von Schweineschwänzen. Schließlich, so der BUND, müssen wir Schluss machen mit den Grausamkeiten der Massentierhaltung, die Tiere leiden lässt und Angst hervorruft.
Die Schattenseiten des Entwurfs
Ein Grund zur Sorge bleibt jedoch: Viele gravierende Richtlinien sind immer noch unzureichend! Die Probleme der Qualzucht – das Züchten von Tieren trotz körperlicher Leiden – wird nach wie vor nicht stringent genug angepackt. Der Gesetzesentwurf listet zwar einige Merkmale wie Atemnot oder Missbildungen, orientiert sich jedoch hauptsächlich an Haustieren und nicht an der Landwirtschaft.
Die Anbindehaltung? Eine Dauer-Ausnahme soll auch weiterhin gelten. In Deutschland stehen viele Rinder monate- oder sogar jahrelang gefesselt in Ställen – das kann und darf nicht sein! Bandt spricht den Missstand hart an: „Eine vollständige Abschaffung der Anbindehaltung muss innerhalb von 10 Jahren geschehen!“
Die Zeit drängt, und während der Gesetzentwurf weiterberatung findet, hoffen alle Tierfreunde auf positive Veränderungen. Hat die Agrarindustrie noch das Sagen oder geht es hier endlich um das Wohl der Tiere? Der BUND hat die Alarmglocken geschlagen, und jetzt liegt es am Bundestag, den richtigen Schritt zu wagen!
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