In Berlin-Wedding hat das Landeskriminalamt (LKA) am Donnerstagmorgen drei Wohnungen durchsucht, und zwar in den Stadtteilen Spandau, Charlottenburg und Wedding. Hintergrund sind die Verdachtsmomente auf schweren Raub, die sich auf einen Überfall auf eine Bar im Januar 2024 beziehen. Dabei handelte es sich um ein illegales Pokerturnier, bei dem die Angreifer, ein zehnköpfiges Team, unter anderem mit Schusswaffen und Messern die Anwesenden bedrohten und einen Schaden von über 110.000 Euro verursachten, wie die Berliner Staatsanwaltschaft bestätigte. Die Räuber hatten zuvor von einem Komplizen, der bereits im letzten Jahr ins Visier der Ermittler geriet, Informationen über die Veranstaltung erhalten, um in die Bar einzudringen., berichtete rbb24.
Bei der Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte nicht nur eine scharfe Schusswaffe und einen Totschläger, sondern auch mutmaßliche Tatbekleidung und eine Uhr, die als gestohlen gilt. Ein 23-jähriger Beschuldigter wurde vorläufig festgenommen, da bei ihm Drogen gefunden wurden; alle Verdächtigen wurden jedoch nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder entlassen. Ein Gast der Bar wurde während des Überfalls verletzt, als ihm einer der Angreifer ins Gesicht trat, und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Ermittlungen zum berüchtigten Überfall auf das illegale Pokerturnier dauern an,wie Tag24 berichtete.