Vor rund 90 Jahren kamen in Deutschland die Nationalsozialisten an die Macht. Eine unmittelbare Folge war auch die Gleichschaltung der Sozialen Selbstverwaltung – rechtlich und personell. Ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende auch der Krankenkassen wurden aus den Ämtern und Arbeitsstellen gedrängt und verfolgt, bis hin zu Folter und Ermordung. Die Vorsitzenden des Aufsichtsrats des AOK-Bundesverbands, Dr. Susanne Wagenmann (Arbeitgeberseite) und Knut Lambertin (Versichertenseite), haben nun die „Remigrationspläne“ von Rechtsextremisten verurteilt und allen Bestrebungen, zentrale Punkte des Grundgesetzes zu schwächen, eine klare Absage erteilt.
Als Berliner Bürger ist es erschreckend, dass solche aufgedeckten Pläne heute überhaupt existieren und dass wir uns an die schrecklichen Ereignisse der Vergangenheit erinnern müssen. Die Sozialen Selbstverwaltung ist ein wichtiger Pfeiler unserer Demokratie, und es ist beunruhigend zu sehen, wie politische Kontroversen durch abwertende Rhetorik und rassistische Hetze verschärft werden. In einem Land wie Deutschland, das so stark von seiner demokratischen Tradition und seinem sozialen Frieden abhängt, sollten solche Entwicklungen in keiner Weise toleriert werden.
Es ist beruhigend zu sehen, dass die Vorsitzenden des Aufsichtsrats des AOK-Bundesverbands die Bedeutung der Sozialen Selbstverwaltung für die Demokratie und den Sozialstaat betonen. Als Berliner Bürger hoffe ich, dass sich alle gesellschaftlichen Akteure für einen respektvollen Umgang, die Achtung verschiedener Meinungen auf dem Boden des Grundgesetzes und eine faire Streitkultur einsetzen. Diskriminierung und Rassismus gehören nicht in unsere Gesellschaft.
Die Erwähnung der Graphic Novel „140 Jahre AOK – Eine Geschichte der Menschen“ ist auch von Bedeutung, da sie uns daran erinnert, wie wichtig es ist, aus der Geschichte zu lernen und sicherzustellen, dass sich solche Ereignisse niemals wiederholen. Als Berliner Bürger finde ich es wichtig, dass solche historischen Aufarbeitungen weiterhin unsere Erinnerung wach halten und uns daran erinnern, wie kostbar unsere Demokratie und unser sozialer Frieden sind.
In diesem Sinne ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir als Gesellschaft zusammenarbeiten, um den demokratischen Grundregeln zu folgen und die Menschenwürde zu achten, wie es die Vorsitzenden des Aufsichtsrats des AOK-Bundesverbands betonen. Nur so können wir sicherstellen, dass unsere Gesellschaft weiterhin auf den Werten von Demokratie, Freiheit, Sozialstaat und Rechtsstaatlichkeit aufbaut.
Quelle: AOK-Bundesverband / ots