Am Montag erhielten die ersten Mitarbeitenden des Universitätsklinikums Ruppin-Brandenburg in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) ihre Kündigungen. Laut Klinik-Geschäftsführer Alexander Lottis sind vier Beschäftigte der Fachklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie betroffen, da diese aus Kostengründen zum Monatsende geschlossen wird. Der Chefarzt der Abteilung wird ebenfalls zum Jahresende ausscheiden. Um die finanzielle Situation zu stabilisieren, plant das Klinikum, auch die Mehrheit der 30 Stationshilfen zu entlassen, da deren Stellen ab nächstem Jahr nicht mehr von den Kassen finanziert werden. Wie rbb24.de berichtet, hat das Krankenhaus erhebliche Defizite und benötigt dringend eine Umstrukturierung.
Kritischer Zustand der Klinik
Das Universitätsklinikum hat in den letzten Jahren Millionenverluste erlitten, was eine umfassende Sanierung zwingend erforderlich macht. Ein zusätzliches Finanzpaket von neun Millionen Euro, bereitgestellt vom Landkreis Ostprignitz-Ruppin, soll helfen, die akutsten Probleme zu mildern. Um langfristig wieder schwarze Zahlen zu schreiben, strebt die Klinik jährlich rund 20.000 stationäre Behandlungen an, was eine Steigerung von 3.000 Fällen im Vergleich zur aktuellen Situation darstellt. Die Klinikleitung zeigt sich optimistisch, die benötigten Zahlen durch gezielte Werbung und Erweiterungen im Leistungsspektrum, insbesondere in den Bereichen Onkologie und Orthopädie, zu erreichen, wie in einem aktuellen Bericht auf deutsches-krankenhaus-verzeichnis.de erwähnt.
Die bevorstehenden Entlassungen und die Schließung der Fachabteilung verdeutlichen die dramatische Lage des Klinikums. Im Jahr 2023 wurde bereits angekündigt, dass zwei Fachabteilungen geschlossen werden sollten, bevor ein Rettungsplan ausgearbeitet wurde, der momentan jedoch aufgrund der anhaltenden finanziellen Schwierigkeiten erneut auf der Kippe steht. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um die Zukunft des Universitätsklinikums Ruppin-Brandenburg zu sichern.