Der Brandenburger Landesvorsitzende der Linken, Sebastian Walter, hat auf dem Landesparteitag in Schönefeld betont, dass die Bundestagswahl im Februar 2025 eine Chance für die Partei darstelle, eine neue Aufbruchstimmung auszulösen. Walter kündigte an, dass die Linke mehr als fünf Prozent der Stimmen erzielen werde, obwohl die Partei bei der Landtagswahl im September 2024 den Wiedereinzug ins Parlament verpasste. Diese Wahl war von einer hohen Wahlbeteiligung von 72,9 % geprägt und stellte die Linke vor eine große Herausforderung, da sie mit nur 3,0 % der Zweitstimmen hinter den anderen großen Parteien zurückblieb. Walter und die Ko-Vorsitzende Katharina Slanina werden sich um eine Wiederwahl bemühen, wobei die Neuwahl des Vorstandes ebenfalls auf der Tagesordnung steht, wie rbb24 berichtet.
Bei der Landtagswahl erzielte die SPD unter Ministerpräsident Dietmar Woidke mit 30,9 % die meisten Stimmen, gefolgt von der AfD mit 29,2 %. Auch ein neues Bündnis unter Sahra Wagenknecht konnte mit 13,5 % in das Parlament einziehen, während die Linke sowie andere im Parlament vertretene Parteien wie die Grünen und die BVB/FW die Fünfprozenthürde klar verfehlten. Nicht nur die Linke, sondern auch die CDU verlor massiv Stimmen und schaffte es lediglich auf 12,1 % und damit zum kleinsten Fraktion im Landtag, wie Wikipedia berichtet.
Die kommenden Monate werden für die Linke entscheidend sein, da sie Strategien entwickeln muss, um sich von der Historie ihrer letzten Wahl zu erholen und die bevorstehende Bundestagswahl optimal zu nutzen. Die Herausforderungen für die Partei bestehen nicht nur in der internen Neuausrichtung, sondern auch in der Notwendigkeit, Wähler zurückzugewinnen, die in der letzten Wahl nicht für sie gestimmt haben. Die Entwicklungen im Landtag und die Neuaufstellung der Linken könnten dabei entscheidend sein für die politische Landschaft Brandenburgs.