Die kleine Stadt Springfield in Ohio steht plötzlich im Rampenlicht der Medien – und nicht aus den besten Gründen. Anstoß gab Ex-US-Präsident Donald Trump, der während eines TV-Duells am Dienstag behauptete, Migranten in der Region würden Haustiere essen. Diese kontroversen Äußerungen führten nun zu einer Bombendrohung, die die Behörden in Alarmbereitschaft versetzte.
Am Donnerstagmorgen erhielt das Rathaus von Springfield eine besorgniserregende E-Mail, die zur sofortigen Schließung des Rathauses sowie einer Grundschule führte. Die Stadtverwaltung hat Ermittlungen eingeleitet, um den Absender der Drohung ausfindig zu machen, während die Sicherheitskräfte mit Sprengstoffspürhunden vor Ort waren. Die Behörden sind bestrebt, die Lage zu beruhigen und die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.
Trumps umstrittene Behauptungen
Obwohl er unter Beschuss steht, setzte Trump seine kontroversen Äußerungen auf seiner Plattform „Truth Social“ fort. Er behauptete, Ohio sei von „illegalen Migranten, zumeist aus Haiti, überschwemmt“. In den sozialen Medien hatten republikanische Politiker ähnliche Falschbehauptungen verbreitet, wonach haitianische Migranten Haustiere stehlen und verspeisen würden, was zu einem Anstieg von Ängsten gegenüber Einwanderern in der Region führte.
Trotz wiederholter Bestätigungen der Stadtverwaltung, dass diese Anschuldigungen unbegründet seien, griff Trump die wiederholt rassistischen Äußerungen im TV-Duell mit der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris erneut auf. „In Springfield essen sie die Hunde. Die Leute, die hierhergekommen sind, essen die Katzen. Sie essen die Haustiere der Leute, die dort leben“, erklärte er provokant.
Die Äußerungen stoßen nicht nur auf skandalöse Reaktionen in der Öffentlichkeit, sondern erregten auch die Aufmerksamkeit des Weißen Hauses. John Kirby, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, warnte vor der Gefährlichkeit solcher Desinformation: „Diese Art von Rhetorik ist gefährlich, weil es Menschen geben wird, die es glauben, egal wie lächerlich und dumm das ist.“
Springfield hat in den letzten Jahren einen Anstieg an Zuwanderern aus Haiti verzeichnet, die vor politischem Chaos und Bandengewalt in ihrem Heimatland fliehen. Lokale Schätzungen zufolge lebt eine Community von etwa 10.000 bis 15.000 Haitianern in der Stadt. Diese Situation wird durch Trumps unnötige und rassistische Verallgemeinerungen weiter verschärft.
Die Ereignisse rund um Springfield zeigen, wie wichtig es ist, informierte und respektvolle Diskussionen über Einwanderungsfragen zu führen. Falsche Informationen können nicht nur das Gefühl der Sicherheit in der Gemeinschaft beeinträchtigen, sondern auch zu gefährlichen Situationen führen, wie die jüngsten Drohungen beweisen.
Zu den Hintergründen dieser Entwicklungen und der Relevanz der vorgetragenen Behauptungen sind weitere Informationen hier zu finden.