Silvester in Berlin: Feuerwerksverkauf boomt trotz Böllerverbot-Diskussion!

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Am 29. Dezember 2025 startet der Feuerwerksverkauf in Charlottenburg-Wilmersdorf. Händler berichten von hoher Nachfrage und Diskussionen über ein mögliches Böllerverbot.

Am 29. Dezember 2025 startet der Feuerwerksverkauf in Charlottenburg-Wilmersdorf. Händler berichten von hoher Nachfrage und Diskussionen über ein mögliches Böllerverbot.
Am 29. Dezember 2025 startet der Feuerwerksverkauf in Charlottenburg-Wilmersdorf. Händler berichten von hoher Nachfrage und Diskussionen über ein mögliches Böllerverbot.

Silvester in Berlin: Feuerwerksverkauf boomt trotz Böllerverbot-Diskussion!

Heute, am 29. Dezember 2025, ist in Berlin der Verkauf von Feuerwerkskörpern für den Silvesterabend gestartet. Ab Mitternacht öffneten die Geschäfte ihre Türen für die Kunden, die schon lange auf diesen Verkaufsstart gewartet haben. Der Händler Meyer aus Charlottenburg berichtete von einer hohen Nachfrage und betonte die volle Auslastung seines Ladens. Auch andere Händler in Bezirken wie Schöneberg, Kreuzberg, Lichtenberg und Pankow bestätigten, dass die Verkaufszahlen deutlich anstiegen, wie Tagesspiegel berichtet.

Die Verkaufszeiten sind festgelegt: Die Eröffnung fand zwischen null und drei Uhr morgens statt, gefolgt von einer weiteren Öffnung um neun Uhr. Die beliebten Produkte, die die Kunden besonders ansprechen, sind Batterien, Raketen und Tischfeuerwerk. Ein großes Publikum von Käufern jeden Alters genoss die Vorfreude auf das neue Jahr, wobei die älteste Käuferin über 70 Jahre alt war und die jüngste gerade 18 Jahre alt. Der Verkauf an Minderjährige bleibt jedoch weiterhin verboten.

Millionen für Feuerwerk und steigende Umsätze

Insgesamt werden die Deutschen in diesem Jahr rund 200 Millionen Euro für Feuerwerk ausgeben, was im Vergleich zu 2024 einen Anstieg von 10-15% bedeutet. Für das kommende Jahr wird ein Umsatz von 197 Millionen Euro prognostiziert, während es im Jahr 2023 noch 180 Millionen Euro waren, berichtet ZDF. Händler haben jedoch auch von verstärkten Anfragen nach illegalen „Polenböllern“ berichtet, betonen jedoch, dass sie solche Produkte nicht im Sortiment führen.

In der Zwischenzeit wächst die Debatte um ein potenzielles Böllerverbot in Berlin. Diskussionen über Vorschläge, die nur professionelle Pyrotechniker Feuerwerke an zentralen Orten zünden lassen würden, nehmen an Fahrt auf. Händler wie Meyer sind skeptisch und glauben nicht, dass ein solches Verbot tatsächlich umgesetzt wird. Im Gegensatz dazu sieht eine Verkäuferin der Silvesterwelt in Lichtenberg ein Böllerverbot als schädlich für ihr Geschäft an. Währenddessen fordern Umweltschützer und verschiedene Gruppen ein generelles Verbot für Böller und Raketen.

Gesundheitsrisiken und Sicherheitsbedenken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sowie das Bündnis #böllerciao, das mittlerweile rund 60 Organisationen umfasst, setzen sich aktiv für ein Böllerverbot ein. Argumente hierfür sind nicht nur die Gewalt gegen Rettungskräfte und die Hunderte Verletzten jedes Jahr, sondern auch die hohe Feinstaubbelastung an Neujahr, die gesundheitliche Risiken für Menschen mit Vorerkrankungen darstellt. Laut Schätzungen wird in dieser Zeit ein Anstieg der Feinstaubbelastung verzeichnet, was das Wohl vieler Menschen gefährden kann. Der Verein tagesschau berichtet von über 2,3 Millionen Menschen, die eine Petition für ein bundesweites Böllerverbot unterzeichnet haben.

In vielen Städten, darunter Karlsruhe, Freiburg und Tübingen, wurden bereits Böllerverbote in historischen Innenstadtbereichen erlassen. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten und tierische sowie menschliche Belastungen während der Silvesterfeierlichkeiten zu minimieren.