A100-Neu-Eröffnung: 12 Jahre Bau, Proteste und Millionen-Kosten!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am
Impressum · Kontakt · Redaktionskodex

Eröffnung des 16. Bauabschnitts der A100 in Berlin am 27.08.2025, begleitet von Protesten und kontroversen Debatten über Umwelt und Kosten.

Eröffnung des 16. Bauabschnitts der A100 in Berlin am 27.08.2025, begleitet von Protesten und kontroversen Debatten über Umwelt und Kosten.
Eröffnung des 16. Bauabschnitts der A100 in Berlin am 27.08.2025, begleitet von Protesten und kontroversen Debatten über Umwelt und Kosten.

A100-Neu-Eröffnung: 12 Jahre Bau, Proteste und Millionen-Kosten!

Ab dem 27. August 2025 wird der 16. Bauabschnitt der A100 zwischen Neukölln und Treptow für den Verkehr freigegeben. Diese Eröffnung folgt einer Bauzeit von zwölf Jahren und markiert einen weiteren Schritt in der umstrittenen Verkehrsplanung Berlins. Anlässlich dieses Ereignisses sind umfassende Proteste angekündigt, die auf der politischen Agenda der Stadt für Aufregung sorgen könnten. Die offizielle Feier findet im Hotel Estrel statt, wo Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner den neuen Streckenabschnitt würdigen werden, was von Kritikern als unzulängliche Symbolik empfinden wird, da der Festakt nicht direkt auf der Strecke stattfindet (rbb24 berichtet).

Der neue Autobahnabschnitt ist 3,2 Kilometer lang und führt vom Dreieck Neukölln bis zur Anschlussstelle Treptower Park. Mit Gesamtkosten von 721 Millionen Euro gilt dieses Projekt als der teuerste Autobahnabschnitt Deutschlands gemessen an den Kosten pro Kilometer. Ziel dieser Verlängerung ist es, die Anbindung des Berliner Ostens an das Autobahnnetz zu verbessern. Ein Großteil der Trasse verläuft dabei in einem bis zu sieben Meter tiefen Trog. Kritiker, darunter die Linke, Grüne und AfD, äußern Wünsche nach einem sofortigen Stopp des Autobahnweiterbaus, während der BUND Berlin anmerkt, dass der Weiterbau der A100 schädlich für Klima und Umwelt sei (BUND berichtet).

Proteste und Forderungen

Gegen den fortschreitenden Bau organisiert das Bündnis A100 wegbassen eine Kundgebung am 27. August um 13 Uhr. Die Forderungen des Bündnisses umfassen einen sofortigen Stopp des Autobahnweiterbaus sowie eine soziale und ökologische Mobilitätswende. Die Symbolik der Protestaktion wird durch riesige rote Buchstaben, die das ENDE der Autobahn darstellen sollen, unterstrichen.

Auf der Kundgebung erheben verschiedene Aktivisten ihre Stimmen: Gabi Jung vom BUND beschreibt den Weiterbau als schädlich für das Klima, während Briti Beneke von der BI A100 die Autobahn als teuer und negativ für die Lebensqualität anprangert. Auch Emiko Gejic von der Clubcommission Berlin warnte, dass der Autobahnweiterbau Clubs und Kulturstätten gefährde. Jonas Baliani von der Interventionistischen Linken fordert Widerstand gegen das Projekt, während Adelheid Rehmann von der KungerKiez-Initiative anmerkt, dass die Eröffnung zu mehr Lärm und schlechter Luftqualität führen wird (BUND ergänzt).

Kritik und Kontroversen

Der Bau der A100 gilt bundesweit als Symbol für gescheiterte Verkehrspolitik. Laut BUND könnte der Kostenrahmen für den 16. Bauabschnitt sogar auf bis zu 700 Millionen Euro steigen. Mit dem investierten Geld ließen sich beispielsweise 35.000 Kilometer Pop-up-Radwege oder 350 neue U-Bahn-Wagen finanzieren. Zudem wurden zum Bau Kleingartenkolonien gerodet, Bäume gefällt und zwei Wohnhäuser abgerissen, die nur durch Klage des BUND gerettet werden konnten.

Nach der Fertigstellung wird mit einem täglichen Verkehr von etwa 80.000 Fahrzeugen pro Richtung gerechnet. Anliegende Straßen, wie die Köpenicker Landstraße und die Schlesische Straße, werden zu Autobahnzubringern umgestaltet, was zu weiteren infrastrukturellen Belastungen für die Anwohner führt. Die geplante Erweiterung der Straße Am Treptower Park um fünf Spuren könnte die Fußwege vor dem Kino beeinträchtigen und die ohnehin hohe Lärmbelastung verstärken.

Die hsituation um den Bau und die Eröffnung des 16. Bauabschnitts spiegelt nicht nur die Konflikte innerhalb Berlins wider, sondern auch die Schwierigkeiten in der deutschen Verkehrspolitik insgesamt.