Dina Orschmann: Der Aufstieg der Union-Frauen und ein Traum wird wahr!
Dina Orschmann von Union Berlin spricht über die Entwicklung im Frauenfußball und die bevorstehende Bundesliga-Saison 2023/2024.

Dina Orschmann: Der Aufstieg der Union-Frauen und ein Traum wird wahr!
Die Entwicklung im Frauenfußball ist in vollem Gange, und die Bundesliga hat sich als zunehmend populär erwiesen. Ein Beispiel dafür ist Dina Orschmann, Stürmerin beim 1. FC Union Berlin, die ihre persönliche Reise und die Veränderungen im Frauenfußball hautnah erlebt hat. Mit zwei Aufstiegen im Rücken, startet das Team am 7. September 2023 in die neue Saison gegen den 1. FC Nürnberg. In einem Interview hebt Orschmann die positiven Veränderungen im Verein hervor, insbesondere die Professionalisierung der Spielerinnen, die 2023 vollzogen wurde. Dieser Schritt hat den Alltag der Athletinnen erheblich beeinflusst, was die Rahmenbedingungen für den Sport nachhaltig verbessert.
Besonders wertvoll ist der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Orschmann sieht sich nicht nur als Spielerin, sondern auch in einer Führungsrolle, die sie bereits mehrfach eingenommen hat. Auch die Rückkehr zu ihrer Zwillingsschwester Katja in das Team ist für beide ein Kindheitstraum, der im Kader von Union Berlin verwirklicht wurde. Orschmann betont die Wichtigkeit der Zuschauerzahlen, die für die positive Entwicklung des Frauenfußballs unerlässlich sind.
Wachstum und Herausforderungen
Die Zuschauerzahlen in der Frauen-Bundesliga sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. So zählte die Liga in der Saison 2023/2024 insgesamt 379.653 Zuschauer in 22 Spieltagen, was einen neuen Rekord markiert. Im Vergleich zur vorherigen Bestenmarke von 359.404 verkündet dies einen erfreulichen Anstieg. Im Durchschnitt waren somit 2.876 Zuschauer pro Partie anwesend, was die Spielerträge pro Verein auf 370.000 Euro erhöhte. Zudem stieg die Reichweite im Free-TV erheblich, mit einem Durchschnitt von 390.000 Zuschauern bei 31 Partien in der Vorsaison.
Doch trotz dieser erfreulichen Entwicklung stehen die Vereine vor Herausforderungen. Laut dem Saisonreport des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sind die meisten Klubs noch nicht profitabel. Das durchschnittliche negative Saisonergebnis pro Klub beläuft sich auf rund 1,9 Millionen Euro. DFB-Vizepräsidentin Sabine Mammitzsch sieht dennoch Fortschritte und betrachtet das negative Ergebnis als Teil der Investitionen in den Frauenfußball. Die Bundesliga wird in der kommenden Saison von zwölf auf 14 Teams erweitert, was zusätzliche Chancen bietet.
Fokus auf die Zukunft
Die Löhne der Spielerinnen zeigen ebenfalls eine positive Entwicklung. Das durchschnittliche Monatsgrundgehalt stieg auf cirka 4.000 Euro, was den Athletinnen mehr Sicherheit bietet. Dennoch blinkt ein Warnsignal, denn der DFB unterstreicht die Notwendigkeit, sich auf die Zeit nach der aktiven Karriere der Spielerinnen vorzubereiten. Es besteht ein klarer Bedarf an professionellem Wachstum, und Mammitzsch fordert mehr Tempo bei der Professionalisierung im Frauenfußball.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl die von Dina Orschmann angesprochenen Teamdynamiken bei Union Berlin als auch die steigenden Zuschauerzahlen und finanziellen Rekorde der Liga insgesamt dazu beitragen, eine positive, wenn auch herausfordernde Saison im Frauenfußball einzuleiten. Orschmann sieht eine erfolgreiche Zukunft für den Frauenfußball und hofft auf ein organisches Wachstum der Fankultur, während der Sport weiterhin an Popularität gewinnt.