Berliner Morgenpost: Kuriose Verschiebung / Kommentar von Peter Schink zu neuem Marathontermin in Berlin
Die Entscheidung, den Termin des Berlin-Marathons im Jahr 2025 um eine Woche vorzuverlegen, ist eine gute Nachricht für alle. Der Grund für diese Verschiebung liegt darin, dass voraussichtlich am Tag des traditionellen Marathons auch die Bundestagswahl stattfinden wird. Um eine Wiederholung des chaotischen Vorfalls von 2021 zu vermeiden, hat der Veranstalter SCC Events rechtzeitig gehandelt.
Obwohl der Berlin-Marathon auf derselben Strecke stattfindet, stellt die Verschiebung eine gewisse Kuriosität dar. Die Läufer beeinträchtigen weder die Wahlvorstände noch die Wähler auf dem Weg zu den Wahllokalen. Tatsächlich können die Läufer die Strecke an vielen Stellen überqueren. Außerdem sind die meisten Läufer bereits zu Hause, wenn die Wahllokale schließen. Dennoch war es beim letzten Mal in manchen Bezirken zu erheblichen Problemen gekommen, obwohl der Marathon dort gar nicht stattfand.
Es gab zu wenige Wahlzettel und Wahlkabinen, und es kam zu Verwechslungen bei den Stimmzetteln. Es wäre daher falsch anzunehmen, dass die Terminverschiebung alle Probleme löst. Dennoch zeigt sie, dass das Problembewusstsein vorhanden ist und wir hoffen können, dass beim nächsten Mal alle Voraussetzungen für faire und freie Wahlen erfüllt sind. Natürlich wirft die Verschiebung auch einen gewissen Schatten auf unsere Fähigkeit, Wahlen richtig zu organisieren.
Durch diese proaktive Maßnahme müssen nun Sportler, Hotels und Veranstalter ihre Pläne überarbeiten, was sicherlich keine leichte Aufgabe ist angesichts des dichten Veranstaltungskalenders. Doch letztendlich ist es ein notwendiger Schritt, um einen reibungslosen Ablauf der Bundestagswahl und des Berlin-Marathons zu gewährleisten.