Die Suche nach einer freilaufenden Raubkatze in Berlin und Brandenburg verläuft weiterhin ergebnislos. Eine erneute vermeintliche Sichtung der angeblichen Löwin in einem Wald südwestlich der Hauptstadt hat sich als falsch erwiesen. Stattdessen wurde eine entspannte Bache mit Ferkeln in der Nähe aufgeschreckt. Die Polizei durchsuchte am Freitagvormittag ein Waldgebiet bis zur Autobahn in Richtung Zehlendorf, jedoch ohne Erfolg.
Die genaue Art des gesuchten Tieres ist immer noch unklar. Laut Achim Gruber, dem Geschäftsführenden Direktor des Instituts für Tierpathologie in Berlin, deuten die neuen Beweise darauf hin, dass es sich nicht um eine Löwin handeln könnte. Seiner Meinung nach sollte es unmöglich sein, dass Jäger mit ihren gut trainierten Hunden das Tier nicht finden, wenn tatsächlich ein Wildschwein in dem Waldgebiet zerlegt wurde.
Um Klarheit zu schaffen, wird Grubers Institut eine Analyse der an einem Baum gefundenen Haare durchführen. Die Haare könnten die Existenz einer Löwin beweisen, jedoch ist es auch möglich, dass andere Tiere diese Stelle berührt haben und somit ein negatives Ergebnis nicht ausschließen würden. Dabei kann entweder eine DNA-Analyse oder eine Tierartenanalyse aufgrund mikroskopischer Eigenschaften durchgeführt werden.
Trotz gewisser Zweifel hält Gruber den Suchaufwand für gerechtfertigt. Die Maßnahmen seien angesichts des begründeten Anfangsverdachts gerechtfertigt und es sei wichtig, den Aufwand zu betreiben.
Die Behörden haben auch um Hilfe von Fährtenlesern gebeten, um die Suche zu unterstützen. Die ausgetrockneten Böden könnten es jedoch schwierig machen, Pfotenabdrücke einer Großkatze zu entdecken. Bei möglichen Spuren einer Löwin können Fachleute diese eindeutig von anderen Tieren unterscheiden.
Hinweise auf Löwengebrüll aus der Region haben sich jedoch als Scherz von Jugendlichen herausgestellt, die mit einem Lautsprecher Lärm verursacht haben. Auch Blut oder Kot deuteten nicht auf die Präsenz des Tieres hin.
Ein privater Tierhalter, der eine solche Großkatze vermissen könnte, wurde von den Beamten kontrolliert, jedoch ist das Tier noch vorhanden. Das Landesamt für Umwelt hat zudem mitgeteilt, dass 23 Löwen in Brandenburg gemeldet sind, jedoch vermisst niemand offiziell eine Großkatze.
Die Suche nach der freilaufenden Raubkatze hat die Bevölkerung südlich von Berlin in Alarmbereitschaft versetzt. Eine kurze Videoaufnahme eines Zeugen bestätigt die Echtheit der Sichtung. Weitere Sichtungen gab es auf Berliner Stadtgebiet, weshalb die Polizei ihre Suche auf den Bereich in Zehlendorf konzentriert.
Trotz intensiver Suche und zahlreicher Hinweise bleibt die Suche nach der freilaufenden Raubkatze vorerst ergebnislos. Experten analysieren nun Haare, um die Art des gesuchten Tieres zu bestimmen. Da die Situation immer noch unklar ist, bleibt die Bevölkerung weiterhin zu erhöhter Vorsicht aufgerufen.