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Laborreform 2025: Zukunft der medizinischen Versorgungslandschaft gefährdet

Alarmglocken läuten in der Welt der medizinischen Labore! Die geplante Laborreform 2025 droht, einen der größten Einschnitte in der Geschichte der labordiagnostischen Versorgung auszulösen. Fachärztliche Labore und zahlreihe ärztliche Fachgruppen, die Laboruntersuchungen für ihre Patienten durchführen, stehen vor einer massiven Herausforderung. Voraussichtlich wird die Reform die Honorarsituation katastrophal verschlechtern und könnte die Existenz vieler Labore gefährden.

Der Auftraggeber dieser Reform, die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), hat eine Entscheidung getroffen, die weitreichende Folgen haben könnte. Dr. Michael Müller, der erste Vorsitzende des ALM e.V., äußert sich besorgt: „Es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum diese Reform ohne einen äußeren Anlass gegen den Willen, die Bedenken und die konstruktiven Vorschläge von uns jetzt quasi um jeden Preis durchgedrückt wird, und das letztlich auf dem Rücken von Patientinnen und Patienten.“

Krisensitzung der Labore

Um gegen diese drohende Gefahr zu kämpfen, kamen am vergangenen Wochenende Vertreterinnen und Vertreter der niedergelassenen Labore zu einer Krisensitzung zusammen. Die Verlagerung von Diagnostikmitteln und die damit einhergehenden Einschränkungen wurden heiß diskutiert. Es wurde eine massive Unterstützung für den offenen Brief der Verbände laut, in dem die Bedenken bezüglich der angestrebten Honoraranpassungen vorgebracht wurden.

Besonders bedenklich ist der systematische Abzug von Mitteln, der durch die innerärztliche Debatte um die Verteilung der finanziellen Mittel der Krankenkassen ausgelöst wurde. Prof. Dr. Jan Kramer, stellvertretender Vorsitzender des ALM e.V., warnt eindringlich: „In den letzten 15 Jahren wurden bereits fast 30 Prozent Honorar aus der Laborvergütung für gesetzlich versicherte Patienten entzogen. Jetzt werden weitere 10 Prozent abgewertet.“ Dies könnte das wirtschaftliche Überleben vieler medizinischer Laboratorien gefährden.

Stimmen der Betroffenen

Evangelos Kotsopoulos, Vorstandsmitglied des ALM e.V., stellte provokant die Frage: „Wie viel Kollateralschaden ist die KBV bereit zu tolerieren?“ Die Sorgen über die Auswirkungen auf die flächendeckende Patientenversorgung, insbesondere in ländlichen Regionen, wachsen. Kleine und mittelgroße Labore könnten schließen, und Patienten müssten länger auf ihre Befunde warten.

Zusätzlich unterstrich Prof. Dr. Ralf Ignatius, stellvertretender Vorsitzender des BÄMI e.V., dass die Absenkung der EBM-Vergütung die labordiagnostische Versorgung von Infektionspatienten gefährdet. Prof. Dr. Dr. Jörg Kriegsmann warnte weiter vor einem möglichen Pflegerückstand in der Pathologie, was zu längeren Diagnosezeiten führen könnte.

Dr. Michael Müller machte in einem eindringlichen Appell deutlich: „Die Laborreform 2025 bedeutet einen massiven Einschnitt. Es ist keine reine Honorarreform, sondern könnte die grundlegende Patientenversorgung gefährden.“ Die Fachverbände fordern deshalb eine Aussetzung der geplanten Reform und die Entwicklung einer patienten- und versorgungsorientierten Lösung.

Die Uhr tickt, und die Zeit für eine Entscheidung drängt! Die kommende Reform könnte nicht nur die Labore selbst in die Knie zwingen, sondern auch die Gesundheitsversorgung in Deutschland grundlegend gefährden. Halten Sie Ausschau nach weiteren Entwicklungen, denn die folgende Zeit könnte entscheidend für die medizinische Landschaft des Landes sein.

NAG Redaktion

Versierte Journalisten mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Arbeiteten seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Haben für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und sind bekannt für tiefgründige Analysen und klare Darstellungen komplexer Sachverhalte.

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