Berlin Aktuell

Kein Geld für Sanierung: Flüchtlinge sollen in Pflegeheim einziehen

Im Diakonie-Zentrum an der Sonnenallee in Berlin wurden bisher bis zu 120 alte Menschen betreut. Aufgrund des desolaten Zustands des Gebäudes, der nicht den modernen Standards für Pflegeeinrichtungen entspricht, entschied sich das Diakoniewerk Simeon dazu, den Standort aufzugeben. Die Bewohner wurden Ende 2022 informiert und müssen nun in andere Heime umziehen.

Die Immobilie wurde von einer Immobiliengesellschaft gekauft, die sich mit dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) einigen möchte. Geplant ist der Umbau des Gebäudes, um 300 Plätze für Flüchtlinge zu schaffen. Die Kosten für den Umbau in Höhe von 700.000 Euro sollen dabei von LAF und Vermieter geteilt werden. Das LAF sucht dringend neue Unterkünfte, da allein im laufenden Jahr bereits 7.474 Ukrainer und 6.559 Asylbewerber aus anderen Ländern nach Berlin gekommen sind.

Ähnliche Vorkommnisse gab es in diesem Jahr auch an der Müllerstraße im Bezirk Wedding, wo die Johannisstift-Diakonie insgesamt 110 Heimbewohnern gekündigt hat. Seit März wurde die Einrichtung mit 294 Plätzen vom Flüchtlingsamt belegt.

Aufgrund der großen Platznot muss der Bausenat die Option zur verlängerten Anmietung modularen Unterkünften für Flüchtlinge (MUF) ziehen. Konkret geht es um die Häuser Fritz-Wildung-Str. 20 A, 20 B in Wilmersdorf, Salvador-Allende-Straße 89–91 in Köpenick, Lindenberger Weg 25–25F in Pankow, Brabanter Straße 11, 12 in Wilmersdorf und Töpchiner Weg 44 in Lichtenrade.

Die Situation zeigt deutlich, dass es in Berlin einen dringenden Bedarf an Unterkünften für Pflegebedürftige und Flüchtlinge gibt. Die Stadt ist daher auf der Suche nach weiteren Quartieren, um diesem Bedarf gerecht zu werden.

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Daniel Wom

Der in Berlin geborene Daniel Wom ist ein versierter Journalist mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Er hat an der Freien Universität Berlin Journalistik und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Daniel hat für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und klaren Darstellungen komplexer Sachverhalte. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und hat mehrere Auszeichnungen für seine exzellente Berichterstattung erhalten. In seiner Freizeit erkundet Daniel gerne die vielfältige Kulturszene Berlins und ist leidenschaftlicher Webentwickler.

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