Illegales Containerdorf in Berlin: „Wenn die Polizei kommt, wird es Gewalt geben“
Tom lebt seit zwei Jahren in einem verbotenen Trailerpark in Grünau. Nun will der Bezirk durchgreifen – die Siedlung soll weg. Was passiert mit den Bewohnern?
Die Containersiedlung am S-Bahnhof Grünau ist regelmäßig Schauplatz von Polizeieinsätzen. Nun soll das Gelände komplett geräumt werden.
Die grellen Neonröhren an der Decke flackern jedes Mal, wenn die S-Bahn an dem kleinen Fenster in Toms Container vorbeifährt. Würde er die Rollläden nicht meist geschlossen halten, könnte der 35-Jährige von seinem Klappsofa aus direkt in die Gesichter der Wartenden auf dem Bahnsteig blicken. Pendler oder Ausflügler, die einen Tag im Grünen verbringen wollen. „Das Strandbad ist ja nur einen Katzensprung entfernt“, erklärt er in stolzem sächsischen Singsang.
Tom lebt seit zwei Jahren in einem verbotenen Trailerpark in Grünau, einem Stadtteil im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick. Die Containersiedlung am S-Bahnhof Grünau ist seit Langem ein umstrittenes Thema. Die Bewohner leben hier in einfachen Containern ohne Strom und fließend Wasser. Die Situation ist prekär und die hygienischen Bedingungen sind unzureichend.
Der Bezirk Treptow-Köpenick plant nun eine Räumung der illegalen Siedlung. Die Bewohner sollen das Gelände verlassen und die Container sollen abgerissen werden. Die Gründe für die Räumung sind vielfältig. Zum einen handelt es sich um eine illegale Nutzung des Geländes, zum anderen sind die hygienischen Zustände untragbar. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Siedlung regelmäßig zum Schauplatz von Polizeieinsätzen wird.
Die Bewohner des illegalen Trailerparks sind besorgt und unsicher über ihre Zukunft. Viele von ihnen haben keine Alternative und können sich keine reguläre Wohnung leisten. Tom und seine Mitbewohner suchen verzweifelt nach einer Lösung. Sie hoffen, dass der Bezirk Treptow-Köpenick alternative Wohnmöglichkeiten oder Unterstützung anbietet.
Die Räumung der illegalen Siedlung wird voraussichtlich auf Widerstand stoßen. Einige Bewohner haben angekündigt, sich gegen die Räumung zu wehren. „Wenn die Polizei kommt, wird es Gewalt geben“, warnt Tom. Die Behörden sind daher besonders vorsichtig und bemühen sich um eine friedliche Lösung.
Es bleibt abzuwarten, wie der Bezirk Treptow-Köpenick mit der Situation umgehen wird und welche Lösungen für die Bewohner des illegalen Trailerparks gefunden werden können. Es ist klar, dass eine Räumung allein keine dauerhafte Lösung ist. Es braucht langfristig eine Strategie, um Obdachlosigkeit und prekäre Wohnsituationen in der Stadt zu bekämpfen.