Kampf gegen Gasbohrungen vor Borkum geht in die nächste Runde: Niedersachsen genehmigt Richtbohrungen unter deutscher Nordsee – Umweltbündnis kündigt neue rechtliche Schritte an
Die Entscheidung des Landesamts für Bergbau Energie und Geologie (LBEG) zur Genehmigung von Gasbohrungen vor Borkum sorgt für erneute Proteste und rechtliche Schritte. Die Behörde hat dem niederländischen Konzern One-Dyas die bergrechtliche Genehmigung erteilt, um Richtbohrungen im deutschen Teil des Gasfelds durchzuführen. Diese Genehmigung sorgt für Unmut, insbesondere weil das Verwaltungsgericht Oldenburg kürzlich den Bau eines Seekabels zur Energieversorgung der Bohrinsel gestoppt hatte.
Die Entscheidung des LBEG wird von Umweltverbänden wie der Deutschen Umwelthilfe (DUH), dem BUND Niedersachsen und der Bürgerinitiative Saubere Luft Ostfriesland kritisiert. Sie sehen darin einen Widerspruch zu den Klimazielen der Landesregierung und eine Bedrohung für das Wattenmeer als Weltnaturerbe. Das UNESCO-Komitee hat bereits deutlich gemacht, dass der Abbau von Öl und Gas mit dem Welterbe-Status des Wattenmeers nicht vereinbar ist. Die möglichen Auswirkungen auf die Meeresumwelt werden als gravierend eingestuft, da Risiken wie das Austreten von Kohlenwasserstoffen, Bohrschlämmen und Lagerstättenwasser sowie Erdbeben und Landabsenkungen nicht ausgeschlossen werden können.
Das Umweltbündnis kündigt rechtliche Schritte gegen die Genehmigung des LBEG an und fordert den niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies auf, diese zurückzunehmen. Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, betont die Bedeutung des Falls für die klimapolitische Glaubwürdigkeit Deutschlands. Durch die Erlaubnis für neue fossile Förderungen wird diese in Frage gestellt. Als Konsequenz fordert er die Bundesregierung auf, einzuschreiten und zu verhindern, dass One-Dyas in Niedersachsen bevorzugt behandelt wird.
Auch die Vorstandsvorsitzende des BUND Niedersachsen, Susanne Gerstner, verurteilt die Genehmigung des LBEG. Sie sieht darin einen Widerspruch zu den Klimazielen der Landesregierung und eine Gefahr für das Wattenmeer. Die Bürgerinitiative Saubere Luft Ostfriesland weist zudem auf die existenziellen Risiken hin, denen die Inseln und ihre Trinkwasserversorgung durch mögliche Erdbeben und Bodenabsenkungen ausgesetzt wären.
Die Entscheidung des LBEG zur Genehmigung von Gasbohrungen vor Borkum hat erneut zu massiven Protesten und rechtlichen Schritten von Umweltverbänden geführt. Das umstrittene Vorhaben, Richtbohrungen im deutschen Teil des Gasfelds durchzuführen, steht im Widerspruch zu den Klimazielen der Landesregierung und bedroht das Wattenmeer als Weltnaturerbe. Die Auswirkungen auf die Meeresumwelt werden als schwerwiegend eingeschätzt, da Risiken wie das Austreten von Kohlenwasserstoffen, Bohrschlämmen und Lagerstättenwasser sowie Erdbeben und Landabsenkungen nicht ausgeschlossen werden können. Das Umweltbündnis kündigt weitere rechtliche Schritte gegen die Genehmigung an und fordert die Bundesregierung auf, einzuschreiten und die klimapolitische Glaubwürdigkeit Deutschlands zu wahren.