Die Bedenken der EVG bezüglich der Stellenabbaupläne der Deutschen Bahn
Eine aktuelle Initiative der Deutschen Bahn, ihre Prozesse und Strukturen zu überprüfen und zu hinterfragen, sorgt für Bedenken bei der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Während die EVG grundsätzlich Veränderungen im Unternehmen unterstützt, fordert sie klare und planbare Maßnahmen, um sicherzustellen, dass der Stellenabbau sozialverträglich stattfindet.
Die EVG betont die Wichtigkeit, dass die Arbeit nicht einfach auf weniger Schultern verteilt wird und dass die Tarifverträge, die Weiterbeschäftigung im Konzern und Qualifikationsmaßnahmen strikt eingehalten werden. Die Gewerkschaft fordert, dass der operative Bereich der Deutschen Bahn gestärkt wird, anstatt Personal abzubauen. Sie betont, dass jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin für einen effizienten Schienenverkehr in Deutschland benötigt wird. Die EVG erwartet daher einen klaren Plan vom Konzernvorstand und Eigentümer.
Die EVG hat konkrete Forderungen an die Deutsche Bahn gestellt:
- Alle geplanten Einstellungen im operativen Bereich müssen umgesetzt werden.
- Die langfristige Finanzierung der Eisenbahn in Deutschland muss sichergestellt werden, insbesondere für die zeitgemäße Modernisierung der Infrastruktur.
- Es sollte eine Optimierung aller Prozesse im DB-Konzern angestrebt werden, um das Kerngeschäft qualitativ und auch digital voranzubringen.
Ein zentrales Problem in der Wirtschaft ist der Fach- und Arbeitskräftemangel, der in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen wird. Für eine erfolgreiche Verkehrswende ist Personal unerlässlich. Zudem verschärft der demografische Wandel die Situation zusätzlich. Die EVG warnt davor, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen, und fordert von der Politik und dem Eigentümer einen klaren und finanzierten Zukunftsplan. Ohne eine leistungsfähige Schiene ist die Verkehrswende und damit auch die Klimawende Deutschlands zum Scheitern verurteilt.
Anne Jacobs
Pressesprecherin der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)
Vorstandsbereich Vorsitzender Martin Burkert
Reinhardtstr. 23 // 10117 Berlin
Tel. 0174 878 5351
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