Ein Schritt in die digitale Zukunft, doch die große Lösung bleibt aus! Der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) feiert die Ankündigung zur Digitalisierung der Zwangsvollstreckung als einen Meilenstein, auch wenn BDIU-Präsidentin Anke Blietz-Weidmann betont: „Zum großen Wurf fehlt die zentrale Datenbank für Zwangsvollstreckungen.“
Im politischen Berlin sind die Stimmen des BDIU gefragter denn je! Die Einladung zur Anhörung im Rechtsausschuss belegt dies. Blietz-Weidmann bringt es auf den Punkt: „Es liegt nahe, uns als Experten anzuhören.“ Schließlich kommen Schätzungen zufolge fast zwei Drittel aller Zwangsvollstreckungsaufträge direkt von Inkasso-Profis, während der Rest von Rechtsanwaltskanzleien und Einzelakteuren stammt, die ihre Forderungen selbst managen. Diese Realität verdeutlicht die zentrale Rolle des BDIU in der Debatte!
Bessere Strukturen für weniger Chaos!
Bei der Anhörung vertrat die Rechtsausschussvorsitzende Andrea Schweer die Anliegen des BDIU. Sie unterstrich, dass der Gesetzentwurf in seiner aktuellen Form eine positive Entwicklung darstellt und eine rasche Verabschiedung notwendig sei. Der Grund? Der derzeitige Wildwuchs aus Papier und digitalen Daten soll endlich ein Ende finden!
Der Gesetzentwurf kündigt das Aus für die kostenlose Papierflut und die Hybridaktenführung an! Weniger Fehlerquellen, verringerte Kosten – das Bundesjustizministerium rechnet mit jährlichen Einsparungen von etwa 1,5 Millionen Euro für Wirtschaft und Verwaltung. Doch halt! Wo bleibt die zentrale Datenbank, die mehr Transparenz schaffen könnte?
Ein verzweifelter Ruf nach mehr Transparenz!
Blietz-Weidmann hat den Finger in die Wunde gelegt: “Die jährlichen mehr als 6 Millionen Fälle, die allzu oft ins gerichtliche Mahnwesen verwiesen werden, schreien nach einer Struktur!” Es ist die Ansage, dass in den Archiven der BDIU-Mitgliedsunternehmen zudem zwischen 50 und 70 Millionen Titel schlummern, die dringend transparent gemacht werden müssten.
Die BDIU-Präsidentin zeigt sich zwar vorsichtig optimistisch, betrachtet aber diesen Gesetzentwurf nicht als „den großen Wurf“ für die Digitalisierung des Justizstandortes. „Stillstand ist Rückschritt! Verbessern können wir immer noch“, erklärt sie, denn der parlamentarische Prozess bietet schließlich Raum für Optimierungen. Die Botschaft ist klar: Auf zur digitalen Revolution im Inkasso – das ist erst der Anfang!
Berlin, die politische Bühne schlägt ein neues Kapitel auf. Doch wird es bei einem ersten Schritt bleiben, oder folgt der große Wurf zur grundlegenden Reform der Zwangsvollstreckung? Nur die Zeit wird es zeigen!