Rechtsradikalismus: Tatverdächtiger nach Bedrohung von Lehrern auf Instagram ermittelt
Die Polizei hat einen 16-jährigen Tatverdächtigen im Zusammenhang mit den Bedrohungen von zwei Lehrern aus Burg (Spree-Neiße) in sozialen Netzwerken ermittelt. Es handelt sich dabei um den mutmaßlichen Ersteller eines Instagram-Accounts, der zur „Jagd“ auf die Lehrer Max Teske und Laura Nickel aufgerufen hatte. Der Account enthielt auch ein Bild der beiden Lehrkräfte.
Max Teske und Laura Nickel hatten im April in einem Brandbrief rechtsextreme Vorfälle an ihrer Schule in Burg öffentlich gemacht. Als Folge dessen wurden sie zunehmend Anfeindungen ausgesetzt und auf Instagram bedroht. Beide Lehrer haben mittlerweile beschlossen, die Schule zu wechseln.
Der mutmaßliche Täter, ein 16 Jahre alter Jugendlicher, gab zu, den Instagram-Account erstellt zu haben. Nach Angaben der Polizei stammt er aus der Region und war bisher nicht polizeilich bekannt. Der Account ist mittlerweile nicht mehr erreichbar. Die Staatsanwaltschaft Cottbus führt das Ermittlungsverfahren weiter.
Dieser Fall zeigt erneut die Gefahren des Rechtsradikalismus und wie er im Internet verbreitet wird. Die Bedrohungen gegen die Lehrer stehen im Zusammenhang mit ihrer Courage, rechtsextreme Vorfälle öffentlich anzuprangern. Solche Vorfälle müssen ernst genommen und strafrechtlich verfolgt werden, um ein klares Zeichen gegen rechte Gewalt zu setzen.
Es ist wichtig, dass Schulen und Lehrkräfte unterstützt und geschützt werden, wenn sie sich gegen Rechtsradikalismus und Rassismus einsetzen. Nur so kann eine demokratische Bildung gewährleistet werden, die auf Vielfalt, Toleranz und Respekt beruht. Es darf nicht hingenommen werden, dass Lehrerinnen und Lehrer bedroht und eingeschüchtert werden, nur weil sie ihre Arbeit machen und sich für die Werte unserer Gesellschaft stark machen. Der Vorfall in Burg zeigt deutlich, dass der Rechtsradikalismus auch vor Lehrkräften nicht Halt macht und dass dagegen vorgegangen werden muss.