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Mythen und Identität: Ein Gespräch mit Axel Drecoll

Die Macht der Geschichtsmythen und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft

In Zeiten, in denen Fake News und alternative Fakten immer mehr Einzug in den Diskurs halten, ist es wichtig, sich mit der Rolle von Geschichtsmythen und ihrer Bedeutung für die Gesellschaft auseinanderzusetzen. Mythen können identitäts- und sinnstiftend wirken, aber auch extrem gefährlich sein, wenn sie unkritisch übernommen werden.

Ein aktuelles Beispiel hierfür ist die Debatte um das Dieselkraftwerk in Cottbus, Brandenburg. Die Legende vom „Ur-Deutschen“ Arminus dem Cherusker, die von den Nazis im Dritten Reich für Propagandazwecke genutzt wurde, hat bis heute überlebt. Doch wie beeinflussen solche Mythen unsere Wahrnehmung der Geschichte und damit auch unsere Gegenwart?

Das Gespräch mit Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätte

Anlässlich einer Diskussion im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst in Cottbus haben wir mit Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätte, über die Rolle von Geschichtsmythen und den Umgang damit gesprochen. Drecoll betont die Wichtigkeit, Mythen kritisch zu hinterfragen und aufzuarbeiten, um eine differenzierte und authentische Geschichtserzählung zu ermöglichen.

Die Debatte um das Dieselkraftwerk Cottbus zeigt, dass Geschichtsmythen nicht nur historisch relevant sind, sondern auch direkte Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. Es ist an der Zeit, sich aktiv mit diesen Mythen auseinanderzusetzen und eine offene und kritische Diskussion darüber zu führen, um so ein besseres Verständnis für unsere Geschichte und ihre Komplexität zu entwickeln.

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NAG Redaktion

Versierte Journalisten mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Arbeiteten seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Haben für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und sind bekannt für tiefgründige Analysen und klare Darstellungen komplexer Sachverhalte.

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