Verwunderung bei vielen Passanten: Ausgerechnet kurz vor dem CSD wurden am Donnerstag die Regenbogen-Flaggen an den Fahnenmasten aller Behörden abgenommen. Am Freitag werden sie jedoch wieder aufgezogen. Das Hin und Her hat einen einfachen Grund: Am 20. Juli wird offiziell des Widerstands gegen die Nazis gedacht – nur hoheitliche Flaggen sind erlaubt! Deshalb flatterten nun Deutschland-, Berlin- und Europa-Flaggen vor den Ämtern.
Dennoch gibt es Zoff um die Regenbogen-Flaggen: Vor einigen Behörden, wie dem Bezirksamt Mitte, dem Amtsgericht Kreuzberg und dem Flüchtlingsamt, weht die sogenannte Progress Flag. Diese Flagge ergänzt die klassische Regenbogen-Fahne um einen Keil mit weiteren Farben und soll so Transsexuelle und Schwarze miteinbeziehen.
Ursprünglich gab es eine Ausnahme von der Berliner Beflaggungsverordnung, um die Progress Flag vor einigen Behörden zu hissen. Allerdings ist die CDU für eine einheitliche Regenbogen-Fahne und möchte keine verschiedenen Varianten sehen.
In Bezug auf die Themen des Artikels sind dies der CSD, Homosexualität, LGBTQ und Transsexualität.