Im Freistaat hat der Klimawandel deutliche Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Laut dem DAK-Gesundheitsreport 2024 fühlen sich 22 Prozent der Beschäftigten in Bayern bei Hitze während der Arbeit stark belastet. Knapp ein Fünftel hat hitzebedingte Gesundheitsprobleme und mehr als zwei Drittel sehen ihre Leistungsfähigkeit durch Extremtemperaturen eingeschränkt. Dies betrifft insgesamt rund 1,7 Millionen Menschen in Bayern.
Bayern liegt mit diesem Anteil von stark hitzebelasteten Arbeitnehmern knapp unter dem Bundesniveau von 23 Prozent. Sophie Schwab, Landeschefin der DAK-Gesundheit in Bayern, betont, dass Hitze das größte durch den Klimawandel bedingte Gesundheitsrisiko für die Beschäftigten ist. Sie fordert eine Bewusstseinswende und mehr Aufklärung sowohl bei den Arbeitgebern als auch bei den Beschäftigten.
Für den Report wurden die Daten von 342.000 erwerbstätigen DAK-Versicherten in Bayern ausgewertet. Zusätzlich wurden rund 1.000 Beschäftigte im Alter zwischen 18 und 65 Jahren repräsentativ befragt. Dabei zeigte sich, dass vor allem ältere Erwerbstätige über 50 Jahren und Personen mit chronischen körperlichen oder psychischen Erkrankungen durch Hitze stark beeinträchtigt sind. Auch Menschen, die überwiegend im Freien arbeiten, sind stärker belastet als Beschäftigte, die nicht im Freien tätig sind. Ebenso sind körperlich Tätige mehr als doppelt so stark belastet als diejenigen, die vorwiegend geistig arbeiten.
Die Befragten geben an, dass extreme Temperaturen ihre Leistungsfähigkeit einschränken. Mehr als zwei Drittel fühlen sich leicht oder deutlich eingeschränkt. Fast jeder Fünfte beobachtet bei sich hitzebedingte Gesundheitsprobleme. Die DAK-Gesundheit unterstützt die Initiative #MitHitzekeineWitze und ist Partner des Bündnis Hitzeschutz Bayern.
Der Report zeigt zudem erste Auffälligkeiten beim Krankenstand. Anhand der Krankschreibungen aller DAK-versicherten Beschäftigten in Bayern wird deutlich, dass es bei steigenden Temperaturen im Sommer mehr Arbeitsausfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt.
Ein Viertel der Beschäftigten geht davon aus, dass sich die Bedingungen in ihrem Arbeitsbereich durch wiederkehrende Hitzewellen in Zukunft verschlechtern werden. Obwohl die meisten Beschäftigten die Möglichkeit haben, Maßnahmen zum Schutz zu ergreifen, wie das Verdunkeln des Arbeitsplatzes und das Angebot geeigneter Getränke, sind arbeitsorganisatorische Maßnahmen wie Homeoffice oder eine Anpassung der Arbeitszeit weniger verbreitet. Nur wenige Beschäftigte haben die Möglichkeit, sich eine Siesta zu gönnen.
Die DAK-Gesundheit bietet Beratung zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement an und informiert über geeignete Instrumente, um auch bei großer Hitze gutes Arbeiten zu ermöglichen.
Die Tabelle unten bietet eine Übersicht über die zentralen Ergebnisse des DAK-Gesundheitsreports 2024 für Bayern:
| | Anteil der stark hitzebelasteten Beschäftigten | Einschränkung der Leistungsfähigkeit durch Hitze | Hitzebedingte Gesundheitsprobleme |
|———-|———————————————-|————————————————|———————————–|
| Bayern | 22% | Mehr als zwei Drittel | Knapp ein Fünftel |
| Deutschland | 23% | | |
Quelle: DAK-Gesundheitsreport 2024 für Bayern
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Quelle: DAK-Gesundheit / ots