Berlin in Gefahr: Streichung der Parkfinanzierung bedroht Stadtgrün!

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Bezirksstadträt*innen kritisieren die Streichung von Finanzmitteln für Parkmanagement in Treptow-Köpenick und warnen vor negativen Folgen.

Bezirksstadträt*innen kritisieren die Streichung von Finanzmitteln für Parkmanagement in Treptow-Köpenick und warnen vor negativen Folgen.
Bezirksstadträt*innen kritisieren die Streichung von Finanzmitteln für Parkmanagement in Treptow-Köpenick und warnen vor negativen Folgen.

Berlin in Gefahr: Streichung der Parkfinanzierung bedroht Stadtgrün!

In Berlin sorgt eine gestrichene Finanzmittelregelung für Unruhe unter den Zuständigen für die Grünflächenpflege. Die Bezirksstadträt*innen aus Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg, Mitte, Steglitz-Zehlendorf, Treptow-Köpenick und Tempelhof-Schöneberg kritisieren in einem gemeinsamen Statement die Entscheidung zur Streichung der Gelder für Parkläufer*innen und Kiezhausmeister*innen. Der Schritt wird als erheblicher Rückschritt für die Berliner Grünflächenpolitik angesehen, wie berlin.de berichtet.

Die Parkbetreuung durch Parkmanager*innen und Parkläufer*innen spielt eine wichtige Rolle für Ordnung und Sicherheit in den zahlreichen Grünanlagen der Hauptstadt. Ihre Präsenz kann nicht nur zur Wertschätzung öffentlicher Flächen beitragen, sondern auch das Bewusstsein für Regeln und Verantwortlichkeiten stärken. Die Streichung der Mittel würde voraussichtlich die Aufenthaltsqualität in den Parks senken und die Straßen- und Grünflächenämter zusätzlich unter Druck setzen.

Folgen der Mittelstreichungen

Die drohenden Konsequenzen der Streichungen sind weitreichend: Ein Anstieg von Müll, mehr Konflikte unter den Nutzern der Parks und eine allgemeine Abnahme der Sicherheit werden befürchtet. Ein Appell an den Senat und das Abgeordnetenhaus fordert daher eine Überprüfung der Entscheidung, um den Mehrwert der Parklaufprogramme zu erkennen. Die Sicherung der Parkläufer*innen als festen Bestandteil der Berliner Grünflächenpolitik ist unabdingbar.

Zusätzlich zur Kritik an der Mittelstreichung sucht der Berliner Senat nach Park-Läufer:innen für den Jungfernheidepark und die Mierendorff-INSEL. Ziel dieser Anstellung ist es, eine nachhaltige und gemeinwohlorientierte Nutzung der Parks zu fördern. Zu den Aufgaben der neuen Parkläufer*innen zählen:

  • Führen wertschätzender Gespräche mit Nutzer:innen
  • Vermitteln und vernetzen, sowie die Einhaltung von Parkregeln überwachen
  • Moderation zwischen Nutzergruppen und deeskalierendes Eingreifen bei Streitfällen
  • Teamarbeit mit Parklauf-Kolleg:innen und Parkmanagern
  • Koordination mit Grünflächenamt, Ordnungsamt, Polizei und lokalen Einrichtungen

Die Stellenausschreibungen sind auf 30 Stunden pro Woche angelegt, wobei die Vergütung in Anlehnung an den TV-L 8/1 erfolgt. Eine Befristung bis zum 31.12.2022 ist vorgesehen, allerdings wurde eine Verlängerung in Aussicht gestellt. Gesucht werden Menschen mit Besonnenheit, guter körperlicher Kondition und ausgeprägten kommunikativen Fähigkeiten, wie natur-umweltbildung.de berichtet.

Bedeutung der Stadtnatur

In einem weiteren Kontext hat die Erfassung, der Schutz und die Entwicklung von Stadtnatur eine hohe Priorität. Grünflächen wie Parks, Straßenbäume und urbane Wälder sind nicht nur lebenswichtige Erholungsorte, sie fördern auch die biologische Vielfalt und tragen zur Anpassung städtischer Räume an den Klimawandel bei. Der „Masterplan Stadtnatur“ der Bundesregierung legt besondere Aufmerksamkeit auf die Stärkung der Arten- und Biotopvielfalt. Dieser Plan wird im BfN dokumentiert und adressiert Herausforderungen wie urbanes Wachstum und Umweltgerechtigkeit.

Die bevorstehenden Entscheidungen zur Mittelstreichung und die gleichzeitig notwendige Förderung von Parklauf-Programmen stehen in einem klaren Spannungsfeld. Während Berlin um nachhaltige Lösungen für seine Grünflächen kämpft, wird deutlich, dass die Herausforderungen nicht ignoriert werden können.