EHEC-Fälle in Berlin: Keine Alarmstimmung, aber Vorsicht bleibt geboten!

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Im August 2025 verzeichnet Berlin eine moderate EHEC-Fallzahl, ohne außergewöhnliche Anstiege. Kinder sind besonders gefährdet.

Im August 2025 verzeichnet Berlin eine moderate EHEC-Fallzahl, ohne außergewöhnliche Anstiege. Kinder sind besonders gefährdet.
Im August 2025 verzeichnet Berlin eine moderate EHEC-Fallzahl, ohne außergewöhnliche Anstiege. Kinder sind besonders gefährdet.

EHEC-Fälle in Berlin: Keine Alarmstimmung, aber Vorsicht bleibt geboten!

Aktuell gibt es in Berlin keinen außergewöhnlichen Anstieg der EHEC-Fallzahlen. Laut dem rbb24 wurden in diesem Kalenderjahr 166 EHEC-Fälle registriert, und zuletzt meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) sieben neue Infektionen. Von diesen 166 erkrankten Personen mussten 20 im Krankenhaus behandelt werden, darunter vier Minderjährige.

Ein Anstieg der EHEC-Fälle wird zwar beobachtet, jedoch stellt dieser keine außergewöhnliche Situation dar. Die Zahlen liegen über den Mittelwerten der vergangenen Jahre. Dies wird laut Informationen des Tagesspiegel mit der Einführung des labordiagnostischen PCR-Nachweises für EHEC im vergangenen Jahr in Verbindung gebracht. Vor der Corona-Pandemie lag die durchschnittliche Fallzahl in Berlin bei 58 pro Jahr, während es im Jahr 2022 bundesweit etwa 4.570 EHEC-Fälle gab.

Situation in anderen Regionen

In Mecklenburg-Vorpommern wurden steigende Fallzahlen von EHEC-Infektionen festgestellt, wobei besonders Kinder betroffen sind und einige auf Intensivstationen betreut werden. Derzeit gibt es jedoch keine Hinweise auf einen epidemiologischen Zusammenhang zwischen den Fällen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, so Tagesspiegel.

Zusätzlich wurde festgestellt, dass eine neu erfasste Person sich möglicherweise zum Zeitpunkt der Infektion im europäischen Ausland aufgehalten hat. Auch in Belgien gibt es momentan eine Häufung von EHEC-Fällen, die die Gesundheitsbehörden beschäftigen.

Verbreitung und Risiken

Die EHEC-Infektion wird durch enterohämorrhagische Escherichia coli-Bakterien verursacht, die für blutige Durchfälle verantwortlich sind. Diese Bakterien produzieren Shiga- oder Vero-Toxine, welche schwere Durchfallerkrankungen, Übelkeit und Bauchschmerzen hervorrufen können. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Nierenversagen kommen. Besonders gefährdet sind Kinder, da ihr Immunsystem und ihre Organe noch nicht ausreichend entwickelt sind, wie gesund.bund.de erklärt.

Der Kontakt zu kontaminiertem Wasser, Rohmilch, Rohwurst sowie nicht durchgegartem Fleisch und roh verzehrtem Blattgemüse sind häufige Ansteckungsquellen. Zudem kann die Infektion auch durch Kontakt mit einem erkrankten Menschen erfolgen. Wichtig ist, dass auch gesunde Wiederkäuer EHEC-Bakterien ausscheiden können, was die Übertragungswege weiter verkompliziert.

Insgesamt sind die aktuellen EHEC-Fallzahlen in Berlin somit alarmierend, jedoch nicht außergewöhnlich hoch. Die Gesundheitsbehörden sind gefordert, dem Anstieg der Infektionen entgegenzuwirken und die Bevölkerung über Präventionsmaßnahmen zu informieren.