Rund 100 Demonstranten in Berlin: Gewalt und Festnahmen bei Kundgebung!
Pro-palästinensische Demonstration in Berlin am 29.08.2025 eskaliert. Polizei nimmt 80 Personen fest, es kommt zu Gewalt.

Rund 100 Demonstranten in Berlin: Gewalt und Festnahmen bei Kundgebung!
Am Donnerstagabend fand in Berlin-Mitte eine pro-palästinensische Kundgebung statt, an der sich rund 100 Menschen am Hackeschen Markt versammelten. Die Veranstaltung war unangemeldet und begann gegen 18 Uhr. Die Demonstrierenden bewegten sich zwischen Rosenthaler Platz und Hackeschem Markt. Verbal aggressives Verhalten gegenüber der Polizei wurde beobachtet, und es war keine erkennbare Versammlungsleitung vorhanden. Die Polizei forderte daraufhin die Menschen auf, die Rosenthaler Straße zu verlassen, und setzte teilweise Zwang ein, um Platzverweise durchzusetzen. Aus Protestgegenmaßnahmen kam es zu Rangeleien zwischen den Demonstrierenden und den Einsatzkräften, wobei einige Personen strafbare, verbotene Parolen äußerten und aggressiv auf Polizeipräsenz reagierten. Polizeieinsätze führten letztlich zu 94 Freiheitsbeschränkungen, die sich auf 70 Frauen und 24 Männer verteilten.
Wie rbb24 berichtet, wurden bei den Auseinandersetzungen auch 96 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Diese betrafen Vorwürfe wie den Verdacht auf das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen, Angriffe auf Vollstreckungsbeamte, Beleidigungen und Körperverletzungen. Einige Fotos und Videos von der Kundgebung zeigen gewalttätige Auseinandersetzungen, einschließlich eines Vorfalls, bei dem ein Polizist eine Frau ins Gesicht schlug. Die Polizei äußerte sich jedoch nicht zu diesem spezifischen Vorfall.
Eskalation bei der Demonstration
Die gewalttätigen Auseinandersetzungen in Berlin sind nicht isoliert zu betrachten. Laut Spiegel zeigt die zunehmende Gewaltbereitschaft bei Demonstrationen eine besorgniserregende Entwicklung. Die Polizei sieht Widerstand gegen ihre Maßnahmen häufig als gewaltsam an, während Demonstrierende diese Wahrnehmung meist nicht teilen. Hier entstehen oftmals Konflikte, da die Unterscheidung zwischen gewaltbereiten und friedlichen Demonstranten schwierig ist.
Der Großteil der Demonstrationen in Deutschland verläuft friedlich, jedoch kann es bei konfrontativen Protestmethoden schnell zu Eskalationen kommen, wenn friedliche Anliegen in Gewalt umschlagen. Die Bundeszentrale für politische Bildung hervorhebt, dass die Gewaltanwendung bei Protesten häufig eine symbolische Funktion hat und der Identitätsbestätigung dient.
Zusätzlich wurde festgestellt, dass die Prävention gewaltsamer Proteste nicht allein durch polizeiliche Maßnahmen gelangt. Vielmehr ist eine umfassende politische und gesellschaftliche Konfliktbearbeitung notwendig, um dem Phänomen der politisch motivierten Gewalt entgegenzuwirken. Die gesellschaftliche Wahrnehmung und die Medialisierung solcher Vorfälle tragen erheblich zu den Spannungen zwischen verschiedenen Gruppen in der Bevölkerung bei.