Schock im Kiez: Pläne für Abriss des SEZ in Friedrichshain sorgen für Protest!

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Erfahren Sie die neuesten Entwicklungen zum umstrittenen Abriss des SEZ in Friedrichshain-Kreuzberg und den Widerstand der Anwohner.

Erfahren Sie die neuesten Entwicklungen zum umstrittenen Abriss des SEZ in Friedrichshain-Kreuzberg und den Widerstand der Anwohner.
Erfahren Sie die neuesten Entwicklungen zum umstrittenen Abriss des SEZ in Friedrichshain-Kreuzberg und den Widerstand der Anwohner.

Schock im Kiez: Pläne für Abriss des SEZ in Friedrichshain sorgen für Protest!

Das Sport- und Erholungszentrum (SEZ) in Berlin-Friedrichshain steht vor dem Abriss, was sowohl die lokale Bevölkerung als auch politische Akteure stark polarisiert. Das SEZ, das 1981 eröffnet wurde und einst ein beliebter Freizeit-Hotspot in Ost-Berlin war, wird seit Jahren vernachlässigt und steht mittlerweile leer. Der Berliner Senat plant, auf dem Areal zwischen Landsberger Allee und Danziger Straße nicht nur 500 Wohnungen, sondern auch eine Schule und öffentliche Parks zu errichten. Tagesspiegel berichtet, dass 30 Prozent der geplanten Wohnungen für einkommensschwächere Haushalte reserviert werden sollen.

Der Architekt des SEZ, Günter Reiß, hat sich ebenfalls zu den Abrissplänen geäußert. Obwohl er während der Planung des Projekts bereits aus der DDR geflohen war, entstammen seine Entwürfe der damaligen Zeit, die hohe Ansprüche an die Architektur stellten. Reiß hat das Bauwerk nie betreten, da er das Schwimmen nicht mochte. Kritiker bemängeln, dass die Schließung des SEZ aus Sicherheitsgründen oft als Vorwand für den Abriss dient, insbesondere da einige Schadstoffbelastungen nur in bestimmten Bereichen festgestellt wurden und nicht in den zentralen Hallen.Entwicklungsstadt bietet dazu weitergehende Informationen.

Widerstand gegen die Abrisspläne

Gegen die Abrisspläne regt sich Widerstand von Anwohnern und Initiativen, die den Erhalt des Gebäudes fordern. Eine Initiative, unterstützt von Persönlichkeiten wie Gregor Gysi und Jördis Triebel, hat rechtliche Schritte angekündigt, um den Abriss zu stoppen. Sie fordern zudem ein fünfjähriges Moratorium zur Prüfung alternativer Nutzungsmöglichkeiten, das vom Senat jedoch abgelehnt wurde. Die Forderungen werden auch von der Friedrichshain-Kreuzberger SPD unterstützt, die eine Kompromisslösung vorschlägt, die Teile der historischen Fassade erhalten würde. Tagesspiegel hebt hervor, dass die Proteste die kulturelle und soziale Bedeutung des SEZ betonen.

Parallel dazu zeigt sich der Berliner Senat in einem Dilemma, da er die Stadterneuerung vorantreiben möchte, um die Lebensqualität in Friedrichshain zu verbessern. Diese Maßnahmen sind im Baugesetzbuch verankert und sollen städtebauliche Defizite ausgleichen. Laut Berlin.de wird die stadtebauliche Sanierung auch von der Notwendigkeit begleitet, ungenutzte Grundstücke sinnvoll zu nutzen und soziale Erhaltungsgebiete zu definieren. Die Debatte um das SEZ wirft Fragen zur städtebaulichen Entwicklung und dem Umgang mit historischen Bauwerken auf.

Die Situation rund um das SEZ bleibt angespannt, sowohl aus städtebaulicher als auch aus sozialer Perspektive, während die verschiedenen Interessenvertreter weiterhin um die Zukunft des Geländes kämpfen.