Friedrichshain-Kreuzberg: Hochhäuser gegen die Wohnungsnot!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Friedrichshain-Kreuzberg plant drei Hochhäuser, um die Wohnungsnot zu bekämpfen. Neue Projekte schaffen bis zu 2.000 Wohnungen.

Friedrichshain-Kreuzberg plant drei Hochhäuser, um die Wohnungsnot zu bekämpfen. Neue Projekte schaffen bis zu 2.000 Wohnungen.
Friedrichshain-Kreuzberg plant drei Hochhäuser, um die Wohnungsnot zu bekämpfen. Neue Projekte schaffen bis zu 2.000 Wohnungen.

Friedrichshain-Kreuzberg: Hochhäuser gegen die Wohnungsnot!

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, lange Zeit für seine Ablehnung von Hochhäusern bekannt, steht vor einem Wandel. Drei bedeutende Hochhausprojekte könnten zwischen 1.500 und 2.000 neue Wohnungen in der Region schaffen. Diese Entwicklung wird als notwendige Maßnahme angesehen, um der anhaltenden Wohnungsnot in Berlin zu begegnen. Der Entwicklungsstadt berichtet von der allgemeinen Akzeptanz gegenüber diesen Vorhaben, die nun als städtebauliche Werkzeuge zur Schaffung von Wohnraum in der Innenstadt dienen sollen.

Das Projekt „Urbane Mitte“ am Gleisdreieck wird derzeit modifiziert, um mehr Wohnraum zu schaffen und weniger Platz für Gewerbeflächen vorzusehen. Zudem ist ein 98 Meter hohes Holz-Hybridhochhaus am Anhalter Bahnhof in Planung, das von der UTB Unternehmensgruppe und Mad arkitekter entwickelt wird. Etwa 60% der Fläche des Anhalter Projekts sollen künftig Wohnraum bieten, während der Rest für Gewerbe und öffentliche Nutzung reserviert ist. Besonders angedachte Wohnformen sind die Unterbringung von Studierenden und von Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

Projekte an der Warschauer Brücke und am Amazon-Tower

Ein weiteres bedeutendes Vorhaben ist das Hochhausprojekt an der Warschauer Brücke, das sich auf bis zu 1.000 Wohnungen und eine Höhe von bis zu 167 Metern beläuft. Dieses Projekt wurde positiv bewertet, jedoch gibt es Bedenken hinsichtlich der Überlastung des Quartiers. Ähnlich sieht es auch am geplanten Hochhaus gegenüber dem „Amazon-Tower“ aus, das über 1.000 Wohnungen, darunter auch Sozialwohnungen, bieten soll. Die Höhe dieses neuen Hochhauses beträgt ebenfalls 167 Meter und es liegt direkt an stark befahrenen Bahngleisen, was öffentliches Interesse und Proteste hervorgerufen hat, wie der Tagesspiegel berichtet.

Die dringend benötigten Bauprojekte kommen nicht ohne Streit und Bedenken. Anwohner befürchten durch die Hochhäuser Verschattung sowie Windprobleme, und die Fragen zu Mietpreisen bleiben ebenfalls offen. Das Bebauungsplanverfahren für das Anhalter Projekt ist bereits im Gange, jedoch ist der Zeitplan noch unklar. Dies zeigt, dass die Diskussion über sinnvolle Nutzungskonzepte für Hochhäuser zunehmend wichtiger wird als die möglicherweise nach wie vor vorherrschende Akzeptanzfrage.

Die Pläne zu diesen Hochhausprojekten werden seit 2021 diskutiert und unterstreichen die Notwendigkeit, Wohnraum in der Innenstadt zu schaffen. Die Berliner Senatsverwaltung hat die Planungshoheit übernommen und wird die weiteren Schritte in der Umsetzung dieser ambitionierten Projekte leiten.