Berlin Aktuell

Überwältigende Hilfsbereitschaft: Leser:innen des Tagesspiegels spenden mehr als 100 Fahrräder für Geflüchtete

Eine Lobeshymne für die Leser:innen des Tagesspiegels: Der gemeinnützige Verein "Mog61 - Miteinander ohne Grenzen e.V." in Kreuzberg ist überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Tagesspiegel-Leser:innen. Der Verein hatte um Fahrradspenden für Geflüchtete aus der Ukraine gebeten, und innerhalb kürzester Zeit wurden über 100 Räder angeboten. Die Spender:innen kamen aus verschiedenen Stadtteilen Berlins, von Heiligensee bis Zehlendorf.

Die Bedeutung eines Fahrrads für geflüchtete Menschen zeigt sich deutlich an einem Ereignis am vergangenen Sonnabend. Bereits vor der Öffnung des Tors bildete sich eine lange Schlange, darunter viele Familien mit Kindern. Ein Fahrrad bedeutet für diese Menschen nicht nur Mobilität, sondern auch die Möglichkeit, sich in den Berliner Alltag zu integrieren. Ihr glückliches Lächeln lässt erahnen, welchen Wert ein Fahrrad für Menschen hat, die in ihrer Heimat alles zurücklassen mussten.

Bei der Fahrradausgabe hatten Klaus Stark, die Vereinsvorsitzende Marie Hoepfner und die anderen Freiwilligen alle Hände voll zu tun. Es herrschte reges Treiben, denn viele Besucher:innen waren gekommen, um Unterstützung und Rat zu erhalten. Ein Nachweis über die rechtmäßige Übereignung des Fahrrads wurde ebenfalls ausgestellt, was wichtig ist, falls der Fahrradbesitzer von der Polizei kontrolliert wird, so Marie Hoepfner.

Um noch mehr Fahrräder verschenken zu können, sucht "Mog61" Menschen, die bei der Reparatur helfen. Ab Mitte August soll dienstags ab 14 Uhr repariert werden. Interessierte können sich unter der Telefonnummer 0176 99 74 36 24 anmelden und auch auf der Webseite des Vereins weitere Informationen finden.

Die Abholung der Fahrräder im gesamten Stadtgebiet sei für den kleinen Verein eine logistische Herausforderung gewesen, berichtet Klaus Stark. Viele der gespendeten Räder waren in einem Top-Zustand. Manche Tagesspiegel-Leser:innen, die selbst nicht mehr fahren wollten, hätten sich fast entschuldigt, wenn das Fahrrad verstaubt oder ein Hinterreifen platt gewesen sei.

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Ein Team von fünf bis sechs "Schraubern" hat sich um die Inspektion und kleinere Reparaturen der Räder gekümmert, um sie verkehrssicher zu machen. Auch an diesem Sonnabend wird weitergeschraubt. Bei einigen Rädern muss nur die Sattelhöhe angepasst werden, bei anderen werden Reflektoren angebracht oder eine Lichtanlage montiert.

Obwohl Fahrradläden in Kreuzberg einige Ersatzteile gespendet haben, musste der Verein dennoch Zubehör kaufen. Die Vereinsmitglieder haben dafür mehrere hundert Euro zusammengelegt. Bereits im Frühling konnte "Mog61" über 100 Räder an Geflüchtete übergeben.

Trotz des Aufwands und der Aufregung sind die Engagierten des Vereins über das tolle Ergebnis begeistert. Sie hoffen, dass sowohl die Geflüchteten als auch die Spender:innen beim großen Straßenfest des Vereins am 2. September in der Mittenwalder Straße dabei sind, um gemeinsam zu feiern.

Den kostenlosen "Ehrensache-Newsletter", der jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat erscheint, gibt es unter ehrensache.tagesspiegel.de. Themen des Newsletters sind unter anderem das Team Rynkeby und deren Einsatz im Kampf gegen Krebs, die Rolle von Frauen in Stiftungen, die Gewinner des Berliner Gesundheitspreises und die soziale Verantwortung der Verbraucher:innen in der Krise.

Quelle: Tagesspiegel.de

Daniel Wom

Der in Berlin geborene Daniel Wom ist ein versierter Journalist mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Er hat an der Freien Universität Berlin Journalistik und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Daniel hat für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und klaren Darstellungen komplexer Sachverhalte. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und hat mehrere Auszeichnungen für seine exzellente Berichterstattung erhalten. In seiner Freizeit erkundet Daniel gerne die vielfältige Kulturszene Berlins und ist leidenschaftlicher Webentwickler.

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