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Pornos und Aufklärung: Forsa-Studie zeigt, wie Schule und Eltern Jugendliche unterstützen können

Das Internet hat keine Grenzen. Hier kann man nahezu alles finden – unter anderem auch pornografische Inhalte, die allerdings Erwachsenen vorbehalten sind, so sieht es zumindest das Gesetz vor. Dass es in der Realität häufig anders aussieht, ist das Ergebnis einer aktuellen forsa-Online-Befragung im Auftrag der EU-Initiative klicksafe. Laut den Zahlen der Befragung und einiger anderer Studien haben Jugendliche im Alter von 14 Jahren schon mehrheitlich Pornos gesehen, was von vielen Faktoren abhängt. Zum Beispiel spielt die Art der Aufklärung, eventuelle Tabus, Medienkompetenz in der Schule, das Frauenbild in unserer Gesellschaft und die Art der konsumierten Pornografie eine Rolle. Beim Kontakt mit Pornografie können verschiedene Gefühle auftreten, von Erregung bis Ekel ist alles möglich. Wichtig ist, das Thema aus der Schmuddelecke zu holen.

Um dies zu erreichen, wäre es sinnvoll, die Aufklärung über Sexualität nicht allein den Pornowebseiten zu überlassen, sondern das Thema bereits in der Schule aktiv anzusprechen, z.B. im Biounterricht. Dafür bietet klicksafe entsprechendes Unterrichtsmaterial namens ‚Let’s talk about Porno‘ an. Hierbei wird nicht nur über Pornografie gesprochen, sondern auch über Fragen der Pubertät, gute Aufklärungswebseiten, sexuelle Identität und Vielfalt sowie über Körperbilder und digitale Grenzverletzungen.

Ein weiteres Thema, das zur Schule gehört, ist der Klassenchat. Dabei werden oft Pornos oder Nacktbilder verschickt, was von den Experten als absolut unangemessen angesehen wird. Es ist wichtig, hier klare Regeln aufzustellen, z.B. dass nur schulische Inhalte geteilt werden dürfen. klicksafe hat dazu ein Plakat mit dem Titel ‚Unsere Regeln für den Klassenchat‘ veröffentlicht.

Beim Thema Pornografie und Sexualität sind jedoch auch die Eltern gefragt. Trotz der Unangenehmheit des Themas sollten Eltern versuchen, offen mit ihren Kindern darüber zu sprechen. Es gibt Umfragen, die zeigen, dass Kinder auch in diesem Bereich ihre Eltern als Ansprechpartner wünschen. Insbesondere bei jüngeren Kindern sind Schutzeinstellungen an digitalen Geräten von großer Bedeutung, um zu verhindern, dass Kinder ungewollt auf pornografische Inhalte stoßen. Eine gute Ressource dazu bietet die Website ‚Medien-kindersicher.de‘.

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Die forsa-Online-Befragung im Auftrag von klicksafe ergab zudem, dass Eltern sich mehr Aufklärung über Pornografie durch Schulen oder Initiativen wie klicksafe wünschen. klicksafe hat Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte entwickelt und es finden am Safer Internet Day, am 6. Februar, viele Veranstaltungen zum Thema statt. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Website www.klicksafe.de.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Jugendliche im Alter von 14 Jahren schon mehrheitlich Pornos gesehen haben, was von verschiedenen Faktoren abhängt. Es ist wichtig, das Thema aus der Tabuzone zu holen und sowohl Schulen als auch Eltern müssen ihren Teil dazu beitragen, um eine angemessene Aufklärung über Sexualität zu gewährleisten.

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Ergebnisse der forsa-Online-Befragung im Auftrag von klicksafe:

| Alter der Jugendlichen | Prozentsatz, der schon Pornos gesehen hat |
|———————-|—————————————–|
| 14 Jahre | 55% |
| 15 Jahre | 69% |
| 16 Jahre | 75% |
| 17 Jahre | 80% |

Diese Zahlen verdeutlichen, dass Pornografie bei Jugendlichen in der heutigen Zeit weit verbreitet ist und daher das Thema einer angemessenen Aufklärung bedarf.

Es bleibt zu hoffen, dass Schulen und Eltern gemeinsam daran arbeiten, die Jugendlichen besser aufzuklären und gleichzeitig den Zugang zu pornografischem Material einzuschränken. Nur so können die Jugendlichen lernen, mit diesen Inhalten verantwortungsvoll umzugehen und sie nicht als Standard für ihre eigene Sexualität anzusehen.



Quelle: klicksafe / ots

Daniel Wom

Der in Berlin geborene Daniel Wom ist ein versierter Journalist mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Er hat an der Freien Universität Berlin Journalistik und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Daniel hat für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und klaren Darstellungen komplexer Sachverhalte. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und hat mehrere Auszeichnungen für seine exzellente Berichterstattung erhalten. In seiner Freizeit erkundet Daniel gerne die vielfältige Kulturszene Berlins und ist leidenschaftlicher Webentwickler.

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