Neukölln

Gedenken am Mittwoch: Stolpersteine für das Ehepaar Ehlen in Neukölln

Am Mittwoch, den 10. April 2024, werden zwei Stolpersteine in der Oderstraße 52 in Neukölln verlegt, um an das Schicksal des Ehepaars Ehlen zu erinnern. Die Stolpersteine sind ein Projekt, das Menschen während der Zeit des Nationalsozialismus gedenkt, die verfolgt und ermordet wurden. Hierbei wird an Walter und Hilde Ehlen gedacht, die in diesem Haus lebten.

Walter Ehlen wurde 1906 in Berlin-Neukölln geboren und war politisch aktiv in kommunistischen Kreisen. Nach seiner Verhaftung wurde er zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt und in das KZ-Außenlager Gusen gebracht, wo er schließlich im Mai 1945 ermordet wurde. Seine Ehefrau Hilde Ehlen, geboren 1910 in Berlin-Schöneberg, musste mit ihrem Sohn nach der Verhaftung ihres Mannes nach England fliehen, wo sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1993 lebte.

Stolpersteine sind in ganz Deutschland verbreitet und bieten eine Möglichkeit, individuell an Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Jeder kann einen Stolperstein stiften, um an eine bestimmte Person oder Familie zu erinnern. In Neukölln wird die Verlegung von Stolpersteinen vom Museum Neukölln koordiniert. Interessierte können sich für weitere Informationen an stolpersteine@museum-neukoelln.de oder unter Tel. 627 277 -721/-722 wenden. Weitere Informationen sind auch auf der Website www.stolpersteine-berlin.de verfügbar.

Die Verlegung der Stolpersteine in Neukölln wird von einer kleinen Gedenkfeier begleitet, bei der die Patin gemeinsam mit der 10. Klasse der Evangelischen Schule Neukölln an das Schicksal des Ehepaars Ehlen erinnert. Die Einbindung von Schulen und lokalen Gemeinschaften in solche Gedenkveranstaltungen trägt dazu bei, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus aufrechtzuerhalten und gegen das Vergessen anzukämpfen.

Es ist wichtig, solche Gedenkveranstaltungen und Projekte zu unterstützen, um die historische Erinnerung in der Gesellschaft lebendig zu halten und Verantwortung für die Vergangenheit zu übernehmen. Die Verlegung von Stolpersteinen ist eine bewegende Möglichkeit, um individuellen Schicksalen während des Nationalsozialismus zu gedenken und die Perspektive von Einzelpersonen in die kollektive Erinnerung einzubinden.

Siehe auch  Verbotener DEFA-Film von 1964/65 in Berlin: Vorstellung und Filminhalt

Tabelle mit Informationen zu den Ehepaar Ehlen:

| Name | Geburtsdatum | Geburtsort | Verbleib |
|--------------|--------------|------------|-------------------|
| Walter Ehlen | 1906 | Berlin | Mauthausen KZ |
| Hilde Ehlen | 1910 | Berlin | England, 1993 verstorben |

Die Verlegung der Stolpersteine für Walter und Hilde Ehlen in Neukölln ist eine wichtige Form des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und trägt dazu bei, die Erinnerung an individuelle Schicksale lebendig zu halten. Es ist von großer Bedeutung, solche Initiativen zu unterstützen und sich aktiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen, um die Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen und gegen das Vergessen anzukämpfen.



Quelle: www.berlin.de

Daniel Wom

Der in Berlin geborene Daniel Wom ist ein versierter Journalist mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Er hat an der Freien Universität Berlin Journalistik und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Daniel hat für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und klaren Darstellungen komplexer Sachverhalte. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und hat mehrere Auszeichnungen für seine exzellente Berichterstattung erhalten. In seiner Freizeit erkundet Daniel gerne die vielfältige Kulturszene Berlins und ist leidenschaftlicher Webentwickler.

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