Berliner Stadtteilmütter: Unterstützerinnen für Familien in Berlin!
Setareh Saadat erhält ihr Abschlusszertifikat und stärkt als Stadtteilmutter Familien in Steglitz-Zehlendorf.

Berliner Stadtteilmütter: Unterstützerinnen für Familien in Berlin!
Am 31. Januar 2026 erlebte Berlin eine besondere Feier im Roten Rathaus: Setareh Saadat erhielt das Abschlusszertifikat der „Aufbauqualifizierung Jugend“ aus den Händen des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU). Saadat, die seit 2020 als Stadtteilmutter tätig ist, gehört zu einer Gruppe von 270 Stadtteilmüttern, die Familien bei der Integration in die Stadt unterstützen.
Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) gab bekannt, dass die Anzahl der Stadtteilmütter in den nächsten 23 Monaten auf 315 angehoben werden soll. Diese Initiative unterstreicht die Relevanz der Stadtteilmütter, die oft bei Behördenschreiben, Kitabesuchen und Elterngesprächen in Schulen helfen. Während der Zeremonie wurden 42 rote Rosen an die Absolventinnen der Zusatzausbildung verteilt, eine Geste, die die Bedeutung ihrer Arbeit würdigt.
Die Herausforderungen der Integration und kulturelle Diversität
Setareh Saadat, 41 Jahre alt und gebürtig aus dem Iran, lebt nun schon seit einem Jahrzehnt in Berlin. Ihre Auswahl zur Stadtteilmutter ist nicht nur ein beruflicher Neuanfang, sondern auch eine Möglichkeit, Familien, insbesondere solche mit Jugendlichen, effektiv zur Seite zu stehen. Um ihre Kompetenz zu erweitern, hat sie eine spezielle Zusatzausbildung absolviert, die wichtige Themen wie Pubertät, Jugendgewalt, Schul- und Berufswahl sowie den Umgang mit sozialen Medien behandelt.
Saadat spricht neben Deutsch auch Persisch/Farsi und legt Wert auf das Vertrauen, das sie in der Arbeit mit Familien aufbaut. Sie arbeitet vor allem mit Klienten aus Afghanistan und betont die Herausforderungen, die ein Leben in zwei Kulturen mit sich bringt. Ihr Ziel ist es, diese Familien in schwierigen Lebenssituationen umfassend zu begleiten und zu unterstützen.
Ein Blick in die Zukunft
Auf die Frage nach ihrer beruflichen Zukunft äußerte Saadat den Wunsch nach einem unbefristeten Arbeitsvertrag. Aktuell ist ihr Vertrag bis Ende des Jahres befristet. Bildungssenatorin Günther-Wünsch erwähnte zwar die gesicherten Finanzen für das Programm, jedoch gibt es bisher keine festen Verträge für die Stadtteilmütter. Inmitten dieser Unsicherheiten plant Saadat, eine Ausbildung zur Erzieherin zu beginnen, die speziell für Stadtteilmütter angeboten wird, und zeigt damit ihren unermüdlichen Einsatz für die Unterstützung ihrer Klienten.
Regierender Bürgermeister Kai Wegner bezeichnete die Stadtteilmütter als Vorbilder und hob die Bedeutung ihrer Arbeit im Kampf gegen Gewalt und Intoleranz hervor. Diese Anerkennung ist nicht nur für Saadat, sondern für alle Stadtteilmütter eine wertvolle Würdigung ihres Engagements in der Gesellschaft.