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Kinderhaut schützen: Tipps für den Kauf und Gebrauch von Badezusätzen (TÜV-Verband)

Kinderhaut ist dünner und empfindlicher als die Haut von Erwachsenen. Daher müssen Badezusätze für Kinder besonders schonend sein. Kurze Badezeiten und milde Wassertemperaturen sind ebenfalls wichtig, um die Haut der Kinder zu schonen. Der TÜV-Verband gibt Eltern Tipps zum Kauf und zur Verwendung von Badezusätzen, um die Hautgesundheit ihrer Kinder zu schützen.

Badezusätze für Kinder können das tägliche Baden zu einem vergnüglichen Erlebnis machen. Doch viele Eltern unterschätzen die potenziellen Risiken solcher Produkte. Unabhängige Produkttests und Rückrufe haben gezeigt, dass Badezusätze auch schädliche Inhaltsstoffe wie Duftstoffe, schäumbildende Stoffe oder allergieauslösende Konservierungsstoffe enthalten können. Erst wenn es zu einem öffentlichen Rückruf kommt oder unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, erfahren Eltern, ob ein Badezusatz mit Schadstoffen belastet ist. Überdosierte Badezusätze können bei empfindlicher Kinderhaut Ausschlag, Juckreiz und Rötungen verursachen.

Die EU-Kosmetikverordnung regelt die Sicherheit, Qualität und Kennzeichnung von kosmetischen Produkten, zu denen auch Badezusätze gehören. Allerdings gibt es in Deutschland und der EU keine verpflichtende Prüfung von Kosmetikprodukten durch unabhängige Stellen bei deren Markteinführung. Die Verordnung legt jedoch fest, welche Inhaltsstoffe unbedenklich sind und welche zulassungspflichtig sind. Hersteller müssen eine Sicherheitsbewertung durchführen und einen Zulassungsantrag stellen, um die Unbedenklichkeit ihres Produkts zu garantieren. Diese Bewertung kann entweder vom Hersteller selbst oder von unabhängigen Experten oder Prüfinstituten durchgeführt werden. Die TÜV-Unternehmen führen ebenfalls Kosmetikprüfungen durch und bestätigen mit ihren Prüfzeichen die Sicherheit und Qualität der Kosmetika.

Bei der Auswahl von Badezusätzen sollten Eltern auf die Inhaltsstoffe achten. Nicht alle Inhaltsstoffe sind für Kinderhaut geeignet, da sie dünner und empfindlicher ist als die Haut von Erwachsenen. Schädliche Chemikalien sollten vermieden werden, wie mineralölhaltige PEG-Stoffverbindungen, Parabene und Phthalate. Es ist ratsam, die Liste der Inhaltsstoffe sorgfältig zu lesen und sich über Stoffgruppen und Allergene zu informieren. Bei Bedenken sollten Eltern medizinischen Rat einholen.

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Hersteller von Kosmetikprodukten sind laut europäischer Verordnung verpflichtet, Informationen zu Inhaltsstoffen und Anwendung auf der Verpackung bereitzustellen. Fehlende Angaben zu Hersteller oder Inhaltsstoffen sollten als Warnsignal betrachtet werden. Vertrauenswürdige Hersteller listen die verwendeten Stoffe transparent auf und halten Qualitätsstandards ein. Zusätzliches Vertrauen können Prüfsiegel und Zertifikate von unabhängigen Institutionen wie den TÜV-Unternehmen schaffen.

Der Umgang mit Badezusätzen sollte ebenfalls sicher sein. Kinder sollten immer unter Aufsicht eines Erwachsenen baden und die Wassertemperatur sollte 37 Grad nicht überschreiten, da zu heißes Wasser die Haut reizen kann. Badezusätze mit ätherischen Ölen sind für Kinder grundsätzlich nicht geeignet. Die Badezeit sollte auf etwa 15 Minuten begrenzt werden, um das Risiko von Rückständen auf der Haut zu verringern. Eltern sollten auch darauf achten, dass Kinder den Badeschaum nicht verschlucken oder in die Augen bekommen. Bei möglichen Hautreizungen oder allergischen Reaktionen sollte das Produkt nicht weiter verwendet und ein Arzt aufgesucht werden.

Der TÜV-Verband empfiehlt Eltern, beim Kauf und Gebrauch von Badezusätzen für Kinder sorgfältig zu sein, um die Gesundheit der Kinderhaut zu schützen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.tuev-verband.de/produkte. Der TÜV-Verband setzt sich für die technische und digitale Sicherheit von Fahrzeugen, Produkten, Anlagen und Dienstleistungen ein und fördert den fachlichen Austausch seiner Mitglieder.



Quelle: TÜV-Verband e. V. / ots

Daniel Wom

Der in Berlin geborene Daniel Wom ist ein versierter Journalist mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Er hat an der Freien Universität Berlin Journalistik und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Daniel hat für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und klaren Darstellungen komplexer Sachverhalte. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und hat mehrere Auszeichnungen für seine exzellente Berichterstattung erhalten. In seiner Freizeit erkundet Daniel gerne die vielfältige Kulturszene Berlins und ist leidenschaftlicher Webentwickler.

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