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Israelfeindliche Parolen bei alternative „Internationalistische Queer Pride“ in Berlin gerufen

Israelfeindliche Parolen bei Internationalistischer Queer Pride in Berlin

Bei der "Internationalistischen Queer Pride" in Berlin haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer Videos auf Twitter veröffentlicht, in denen israelfeindliche Parolen gerufen werden. Der alternative Pride-Marsch fand am Samstag zeitgleich zum Christopher Street Day statt.

Die Parole, die bei der Veranstaltung gerufen wurde, lautet: "From the river to the sea, Palestine will be free". Diese Aussage kann so interpretiert werden, dass dem Staat Israel das Existenzrecht abgesprochen wird. Besonders im Umfeld der militanten islamistischen Palästinenserorganisation Hamas ist diese Parole bekannt.

Die Veranstaltung wurde bei der Versammlungsbehörde als "alternativer und politischer Pride-Marsch" angemeldet, der bereits zum dritten Mal in Berlin stattfindet und den Fokus auf antikoloniale, antirassistische und antikapitalistische Freiheitskämpfe legt.

Die Berliner Polizei hat die Vorkommnisse auf Nachfrage bestätigt. Bei dem Marsch vom Hermannplatz in Neukölln zum Oranienplatz in Kreuzberg wurden immer wieder "israelkritische Parolen" gerufen. Laut einer Sprecherin hatten diese jedoch keinen strafrechtlich relevanten Inhalt. Es wurden lediglich zwei Strafermittlungsverfahren wegen Beleidigung eingeleitet.

Insgesamt sollen zu Spitzenzeiten etwa 8000 bis 9000 Menschen an der Veranstaltung teilgenommen haben, die um kurz vor Mitternacht am Oranienplatz endete.

Die Polizei war auch bei der "Internationalistischen Queer Pride" mit Dolmetschern im Einsatz, um mögliche strafbare Äußerungen zu protokollieren. Bei pro-palästinensischen und antikapitalistischen Kundgebungen wie der "Revolutionären 1.-Mai-Demo" kommt es in Berlin immer wieder zu israelfeindlichen Äußerungen.

Bereits im vergangenen April gab es bei einer palästinensischen Kundgebung in Kreuzberg und Neukölln ähnliche Vorfälle, die eine bundesweite Debatte über Antisemitismus in Berlin ausgelöst haben.

Siehe auch  Polizist bei Steinwurf-Attacke auf Einsatzwagen in Berlin verletzt

Daniel Wom

Der in Berlin geborene Daniel Wom ist ein versierter Journalist mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Er hat an der Freien Universität Berlin Journalistik und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Daniel hat für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und klaren Darstellungen komplexer Sachverhalte. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und hat mehrere Auszeichnungen für seine exzellente Berichterstattung erhalten. In seiner Freizeit erkundet Daniel gerne die vielfältige Kulturszene Berlins und ist leidenschaftlicher Webentwickler.

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