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Europaweite PFAS-Verschmutzung in Gewässern – BUND fordert PFAS-Verbot

Eine heute veröffentlichte Studie der Umweltorganisation Global 2000 und des European Pesticide Action Network PAN zeigt, dass europäische Gewässer mit PFAS (per- und polyfluorierte Chemikalien) verschmutzt sind. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat ebenfalls eine Probe aus der Spree beigesteuert und kommentiert die Ergebnisse der Studie besorgt.

Laut der Studie sind alle getesteten Proben von Grund- und Oberflächenwasser aus ganz Europa mit PFAS belastet. In der Elbe bei Hamburg wurde die höchste Konzentration (3300 ng/L Trifluoressigsäure) gemessen, was dreimal höher ist als die vom BUND im Trinkwasser nachgewiesenen Konzentrationen. Diese Ergebnisse bestätigen den Befund des BUND-Trinkwassertests vor einem Monat, der ebenfalls eine hohe PFAS-Belastung von Mineral- und Leitungswasser aufzeigte.

Der Vorsitzende des BUND, Olaf Bandt, betont die Notwendigkeit eines Verbots von PFAS, um die Konzentrationen dieser persistenten Chemikalien in der Umwelt nicht weiter zunehmen zu lassen. Er fordert auch ein Verbot von Pestiziden, da diese im aktuellen Beschränkungsvorschlag für PFAS explizit ausgenommen sind. Es sei inakzeptabel, dass weiterhin große Mengen an PFAS in die Gewässer gelangen und diese vergiften.

Um auf das Problem aufmerksam zu machen und weitere Informationen bereitzustellen, verweist der BUND auf verschiedene Ressourcen wie die Global 2000-Studie, den deutschlandweiten ToxFox-Trinkwassertest und das BUND Policy.Papier zu PFAS. Bei Rückfragen steht Manuel Fernandez, BUND-Experte für Chemikalienpolitik, zur Verfügung.

Die Ergebnisse der Studie sind besorgniserregend und weisen auf eine weit verbreitete PFAS-Belastung in europäischen Gewässern hin. Dies hat auch Auswirkungen auf die lokale Situation in Berlin, da die Spree, die durch die Hauptstadt fließt, mit PFAS verschmutzt ist. Bürgerinnen und Bürger sollten daher auf mögliche Gesundheitsrisiken achten, die mit der Aufnahme von PFAS über das Trinkwasser oder den Verzehr von Fisch aus kontaminierten Gewässern verbunden sein können.

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Es ist interessant zu erwähnen, dass PFAS in Europa bereits seit den 1950er Jahren eingesetzt werden, vor allem in der Textil-, Leder- und Papierindustrie. Die Chemikalien sind aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften weit verbreitet, aber auch aufgrund ihrer Persistenz und möglichen gesundheitlichen Auswirkungen umstritten. Daher ist es wichtig, dass Umweltschutzorganisationen wie der BUND auf diese Problematik aufmerksam machen und Maßnahmen zur Eindämmung und Vermeidung von PFAS fordern.

In der folgenden Tabelle sind einige Fakten zur PFAS-Verschmutzung in europäischen Gewässern aufgeführt:

| Gewässer | Gemessene PFAS-Konzentration (ng/L Trifluoressigsäure) |
|---------------|-----------------------------------------------------|
| Spree | x |
| Elbe | 3300 |
| Rhein | x |
| Donau | x |
| Thames | x |
| Arno | x |
| Douro | x |

Es wird deutlich, dass die Konzentrationen von PFAS in der Elbe besonders besorgniserregend sind und ein sofortiges Handeln erfordern. Das Verbot von PFAS und Pestiziden sowie die Einführung strengerer Regelungen zur Begrenzung der Chemikalienverschmutzung in Gewässern sind notwendige Schritte, um die Gesundheit der Bevölkerung und die Umwelt zu schützen.



Quelle: BUND / ots

Daniel Wom

Der in Berlin geborene Daniel Wom ist ein versierter Journalist mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Er hat an der Freien Universität Berlin Journalistik und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Daniel hat für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und klaren Darstellungen komplexer Sachverhalte. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und hat mehrere Auszeichnungen für seine exzellente Berichterstattung erhalten. In seiner Freizeit erkundet Daniel gerne die vielfältige Kulturszene Berlins und ist leidenschaftlicher Webentwickler.

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