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1. Mai in Berlin: Warum fehlt eigenes Engagement? Politik und Party am Tag der Arbeit

Das offiziell abgesagte Myfest fand dennoch statt, als tausende Menschen am 1. Mai durch Kreuzberg und Neukölln streiften und die Straßen bevölkerten. Kneipen und Spätis beschallten die Menschentrauben auf den Gehsteigen, während im Görlitzer Park tausende Menschen feierten. Angesichts dieser Szenerie stellt sich die Frage, warum Berlin die Chance verpasst hat, den Tag der Arbeit zu einem echten politischen Feiertag zu machen. Warum gibt es keine Auftritte von lokalen Bands oder Volkstanzgruppen? Warum werden keine Diskussionsrunden organisiert? Warum bietet Berlin den Bürgern und Besuchern nichts an? Nur die Linke und die Partei nutzten die Möglichkeit, politische Botschaften durch Musik auf die Bühne zu bringen.

In den letzten Jahren hat sich der 1. Mai in Berlin zu einer Art Karneval entwickelt. Dies hat dazu geführt, dass sich die wenigen gewalttätigen Demonstranten immer weiter isolieren konnten. Jetzt ist es an der Zeit, dass der Senat und die Bezirke sich auf diese neue Situation einstellen. Es geht nicht mehr darum, das SO36 zu befrieden. Das einstige Schlachtfeld ist bereits durchgentrifiziert und hat seine symbolische Bedeutung für die linksextreme Szene verloren. Die Polizei hat gezeigt, dass sie die "Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration" in Schach halten kann. Nun muss die Stadt beweisen, dass sie auch am 1. Mai Politik und Party vereinen kann, und nicht nur auf Polizei setzt.

In der folgenden Tabelle sind einige historische Fakten über den 1. Mai in Berlin dargestellt:

| Jahr | Ereignis |
|:----:|:---------|
| 1987 | Erste große Demonstration des 1. Mai in Berlin-Kreuzberg |
| 1990 | Berliner Mauer fällt, was den 1. Mai in Berlin zu einem besonderen Feiertag macht |
| 2001 | Erste "Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration" in Kreuzberg |
| 2011 | Eröffnung des "Myfest" als friedliche Alternative zur Demonstration |

Siehe auch  20 Jahre FRITZ!Box: Das Herzstück im digitalen Zuhause feiert Jubiläum

Es bleibt abzuwarten, wie Berlin in Zukunft den 1. Mai gestalten wird und ob die Stadt die Chance nutzen wird, den Tag der Arbeit zu einem echten politischen Feiertag zu machen.



Quelle: BERLINER MORGENPOST / ots

Daniel Wom

Der in Berlin geborene Daniel Wom ist ein versierter Journalist mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Er hat an der Freien Universität Berlin Journalistik und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Daniel hat für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und klaren Darstellungen komplexer Sachverhalte. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und hat mehrere Auszeichnungen für seine exzellente Berichterstattung erhalten. In seiner Freizeit erkundet Daniel gerne die vielfältige Kulturszene Berlins und ist leidenschaftlicher Webentwickler.

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