Tödlicher Messerangriff im Körnerpark – Polizei sucht Zeugen!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am
Impressum · Kontakt · Redaktionskodex

Tödlicher Messerangriff im Körnerpark, Neukölln, am 23.06.2025. Polizei sucht Zeugen und informiert über steigende Messerangriffe in Berlin.

Tödlicher Messerangriff im Körnerpark, Neukölln, am 23.06.2025. Polizei sucht Zeugen und informiert über steigende Messerangriffe in Berlin.
Tödlicher Messerangriff im Körnerpark, Neukölln, am 23.06.2025. Polizei sucht Zeugen und informiert über steigende Messerangriffe in Berlin.

Tödlicher Messerangriff im Körnerpark – Polizei sucht Zeugen!

Am vergangenen Sonntag kam es in Berlin-Neukölln zu einem tödlichen Messerangriff im Körnerpark. Laut rbb24 geschah der Vorfall gegen 15:00 Uhr auf der Wiese neben der Brunnenanlage und zwischen der Brunnenanlage und dem Fontainebecken. Bei dem Angriff wurde ein 28-jähriger Mann so schwer verletzt, dass er trotz Reanimationsversuchen im Krankenhaus verstarb. Der Mann war in einen Streit mit einer anderen Person verwickelt, und die Polizei sucht nun nach Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Foto- und Videoaufnahmen besitzen.

Die Ermittler appellieren an die Öffentlichkeit, Hinweise oder Beweismaterial an jede Polizeidienststelle weiterzugeben. Die genauen Hintergründe des Streits sind zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar, jedoch weist dieser Vorfall erneut auf die besorgniserregende Gewaltentwicklung in der Stadt hin.

Angriffe auf Polizeibeamte

Bereits vor diesem Ereignis kam es in der gleichen Woche zu einem weiteren gewaltsamen Vorfall in Neukölln: Ein Polizist wurde vor einer Polizeiwache schwer mit einem Messer verletzt. Nach Angaben von tagesschau wurde der Tatverdächtige kurz nach dem Vorfall entlassen. Diese Entscheidung sorgte für große Aufregung und Kritik. Justizministerin Felor Badenberg (CDU) stellte klar, dass die Entlassung von der Polizei und nicht von der Staatsanwaltschaft veranlasst wurde. Die Staatsanwaltschaft wurde erst drei Stunden nach der Freilassung informiert.

Der Tatverdächtige wurde wegen Sachbeschädigung eines Polizeifahrzeugs zunächst beobachtet. Im Zuge der Auseinandersetzung mit dem Polizisten, der sich nicht als Beamter zu erkennen gab, kam es zu der Verletzung. Badenberg erklärte, dass es im Beweismaterial keine erkennbaren Stich- oder Schnittbewegungen des Beschuldigten gebe. Die Ermittlungen richten sich nun auch gegen den verletzten Beamten wegen Körperverletzung im Amt, was die Situation weiter verkompliziert.

Statistiken zu Messerangriffen in Berlin

Die Vorfälle in Neukölln fügen sich in eine besorgniserregende Statistik ein. Berliner Zeitung berichtet, dass es in Berlin im Jahr 2022 durchschnittlich über neun Messerangriffe pro Tag gab. Insgesamt registrierte die Polizei 3412 Messerangriffe, ein leichter Rückgang im Vergleich zu 3482 im Jahr 2021. Über die Hälfte dieser Angriffe ereigneten sich auf öffentlichen Straßen und Plätzen, wobei Messer häufig sowohl als Drohmittel als auch in tatsächlichen Angriffen eingesetzt werden.

Die Statistik zeigt zudem, dass die Zahl der schonungslosen Attacken auf das Leben angestiegen ist, während Rohheitsdelikte und Raubtaten zurückgingen. Der Anstieg bei den Messerangriffen geht auch mit einem Anstieg bei nichtdeutschen Tatverdächtigen einher. Von den 1801 erwachsenen Tatverdächtigen in 2022 waren über 1600 nichtdeutsche Stereotypen, unter denen sich 365 jugendliche Verdächtige befanden.