Aufräumarbeiten in Reinickendorf: Die Schulflächen sind zurück!

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Reinickendorf: Fortschritte bei der Sturmschadenbeseitigung, Schulflächen freigegeben, Tegeler Hafenfest bleibt geplant.

Reinickendorf: Fortschritte bei der Sturmschadenbeseitigung, Schulflächen freigegeben, Tegeler Hafenfest bleibt geplant.
Reinickendorf: Fortschritte bei der Sturmschadenbeseitigung, Schulflächen freigegeben, Tegeler Hafenfest bleibt geplant.

Aufräumarbeiten in Reinickendorf: Die Schulflächen sind zurück!

Die Aufarbeitung der Sturmschäden in Reinickendorf nimmt zunehmend Gestalt an. Wie berlin.de vermeldet, wurden seit der vorigen Woche zusätzliche Schulflächen zur Nutzung freigegeben. Betroffen sind das Bertha-von-Suttner-Gymnasium, die Gemeinschaftsschule Campus Hannah Höch sowie die Jugendkunstschule Atrium. Von insgesamt 59 Schulstandorten können nun bereits 42 wieder genutzt werden.

Das Straßen- und Grünflächenamt ist weiterhin dabei, die restlichen Standorte zu prüfen. Ziel ist es, alle Flächen bis Ende der Schulferien wieder freizugeben. Auch einige Sportanlagen, wie die an der Hatzfeldtallee und am Elchdamm, stehen ab morgen wieder zur Verfügung. Zudem wurden die Flächen des Kinder- und Jugendzentrums comX und des Stadtteilzentrums Haus am See freigegeben.

Verzögerte Wiederherstellung der Infrastruktur

Dennoch herrscht Unmut über die anhaltenden Einschränkungen. Drei Wochen nach den verheerenden Stürmen sind noch immer viele Grünflächen, Parks und Spielplätze in Reinickendorf gesperrt. Das Bezirksamt hatte diese Sperrungen per Allgemeinverfügung auf unbestimmte Zeit verhängt. Zudem wurde das Tegeler Hafenfest zunächst verschoben, und auch Friedhöfe sowie weitere Sportanlagen bleiben blockiert. Ein großes Familiensportfest mit 10.000 erwarteten Besuchern musste abgesagt werden, was von der SPD und den Grünen scharf kritisiert wurde.

Die Wiederherstellung der Infrastruktur erweist sich als organisatorische und finanzielle Herausforderung, wie das Bezirksamt erklärt. Es hat über 1400 Sturmschäden registriert, wobei die Bearbeitung der Schäden nach einer Gefährdungsbewertung erfolgt. Oberste Priorität haben dabei besonders sensible Orte wie Schulen und Friedhöfe. Kritiker, wie die Grüne-Abgeordnete Klara Schedlich, fordern einen klaren Zeitplan für die Aufräumarbeiten.

Schadensbilanz und zukünftige Herausforderungen

Die Situation in Reinickendorf ist besonders angespannt. Laut tagesspiegel.de wird der Bezirk mit mehreren Millionen Euro für die Schadensbeseitigung rechnen müssen, nachdem Sturmtief „Ziros“ Ende Juni über Berlin hinweggefegt war. Infolge der Stürme wurden zahlreiche Bäume entwurzelt, Straßen und die allgemeine Infrastruktur beschädigt. Zwischen dem 23. Juni und 1. Juli war die Feuerwehr mehr als 1700 Mal im Einsatz.

Besonders im Tegeler und Spandauer Forst wurden immens große Mengen an Bäumen umgestürzt oder beschädigt. Auch die Bundeswehr wurde um Unterstützung gebeten. Die Mittel, die zur Beseitigung der Schäden benötigt werden, sind derzeit noch nicht vollständig abschätzbar, da weitere Schadensmeldungen aus verschiedenen Bezirken erwartet werden.

Der Weg zur Normalität ist für Reinickendorf noch lang. Während einige Flächen wieder geöffnet werden, bleibt der Unmut der Bürger über die fehlende Kommunikation des Bezirksamts bestehen. Ein sorgsamer und transparenter Umgang mit den Herausforderungen könnte dazu beitragen, das Vertrauen in die Verwaltung wiederherzustellen und den Wiedereinstieg in einen geregelten Alltag zu erleichtern.