In Berlin wird ein neues Konzept zur Verkehrsberuhigung in Wohngebieten eingeführt: die sogenannten Kiezblocks. Ziel ist es, Autofahrer davon abzuhalten, Wohnstraßen als Abkürzung zu nutzen. Dies könnte zu einer Verbesserung der Luftqualität und der Sicherheit in den Wohngegenden führen. Laut B.Z. befürworten 66 Prozent der Bürger, die an einer Umfrage teilnahmen, die Idee, während einige Kritiker das System als ungerecht empfinden.
Verkehrsführung unter der Lupe
Die Hauptstraßen Berlins wurden speziell eingerichtet, um hohen Verkehrsaufkommen gerecht zu werden. Diese Straßen sind für Autos, Busse und Radfahrer:innen ausgelegt, um schnelle und effiziente Verbindungen durch die Stadt zu ermöglichen. Auf der anderen Seite sind die Nebenstraßen für den Anliegerverkehr gedacht und sollten nicht als Durchfahrtsstraßen missbraucht werden. Dennoch nutzen viele Navigationssysteme diese Wohnstraßen, was zu einer erhöhten Belastung für Anwohner führt, berichtet kiezblocks.de.
Die Implementierung der Kiezblocks wird voraussichtlich den Verkehr auf Hauptstraßen entlasten, auch wenn dies kurzfristig zu Staus und längeren Wartezeiten führen könnte. Um diesem Effekt entgegenzuwirken, sollen zusammen mit den Kiezblocks auch geschützte Radwege und sichere Überquerungen für Fußgänger:innen eingerichtet werden. Langfristig zeigt die Forschung, dass das Prinzip der „Verkehrsverpuffung“ dafür sorgen könnte, dass sich die Verkehrsnachfrage den neuen Gegebenheiten anpasst, was wiederum den Kfz-Verkehr auf den Hauptstraßen langfristig reduzieren könnte. Mehr Informationen dazu liefert B.Z..