Berlin

Berlin Polizeischüler wegen Beleidigung und Volksverhetzung verurteilt: Geldstrafe von 8400 Euro

Polizistin zu Geldstrafe verurteilt wegen Beleidigung eines Mitschülers

Eine Polizistin in Berlin wurde kürzlich zu einer Geldstrafe von 8400 Euro verurteilt, nachdem sie einen schwarzen Mitschüler während ihrer Ausbildung beleidigt hatte. Das Amtsgericht Tiergarten stellte die 35-jährige Frau wegen Beleidigung in zwei Fällen und Volksverhetzung schuldig.

Die Vorfälle ereigneten sich im vergangenen Sommer während ihres Trainings an der Polizeiakademie. Die Angeklagte hatte den schwarzen Mitschüler in einem Fall mit einem Hund verglichen und ihn später als asozial bezeichnet. Das Gericht wertete auch eine Geste, die sie in Richtung des Geschädigten machte, als Affengeste und somit als Akt der Volksverhetzung.

Rassismusvorwürfe und Missverständnisse

Die Angeklagte beteuerte, dass es sich um Missverständnisse gehandelt habe. Sie gab an, eine harmlose "Hühnergeste" gemacht zu haben, die jedoch als Affengeste fehlinterpretiert wurde. Trotz ihrer Behauptungen wurde sie aufgrund der Beweise für schuldig befunden. Der Mitschüler fühlte sich durch das Verhalten der Polizistin rassistisch beleidigt.

Die Polizeigewerkschaft begrüßte das Urteil und betonte, dass rassistisches und sexistisches Verhalten in der Polizei keinen Platz habe. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, könnte die Polizistin mit beruflichen Konsequenzen rechnen, einschließlich einer möglichen Entlassung aus dem Dienst.

Es bleibt abzuwarten, ob die Angeklagte Berufung gegen das Urteil einlegen wird. In der heutigen Zeit, in der rassistische Vorfälle immer mehr thematisiert werden, sendet dieser Fall eine klare Botschaft über die null Toleranz gegenüber Diskriminierung im öffentlichen Dienst.

Quelle: AFP/dpa/fgk - NAG

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Daniel Wom

Der in Berlin geborene Daniel Wom ist ein versierter Journalist mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Er hat an der Freien Universität Berlin Journalistik und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Daniel hat für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und klaren Darstellungen komplexer Sachverhalte. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und hat mehrere Auszeichnungen für seine exzellente Berichterstattung erhalten. In seiner Freizeit erkundet Daniel gerne die vielfältige Kulturszene Berlins und ist leidenschaftlicher Webentwickler.

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